Der Tag, an dem die Sonne stillstand

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Der Tag, an dem die Sonne stillstand und warum wir ihn vergessen haben. Eine Erinnerung an die Forschungen Immanuel Velikovskys

von Salim E. Spohr

Hier kommt die Kurzfassung eines ganz besonderen Wissenschafts- und Kulturkrimis, der uns bis heute gewissermaßen vorenthalten wird. Wer vestehen will, in welchem Zeitalter wir gerade leben, sollte ihn kennen.

Anhand einer sorgfältigen Sichtung und Interpretation der Überlieferungen alter Völker und Kulturen (heiliger Texte, Himmelskarten, astronomischer Tabellen, Mythen, Sagen und Märchen) und unter Berücksichtigung geologischer und paläontologischer Daten hat Dr. Immanuel Velikovsky (1895-1979) die Entstehung unseres Weltalters in historischer Zeit rekonstruiert. Es ist eine Geschichte, die, obwohl von unseren Vorvätern einhellig bezeugt, durch Fakten der Naturbeobachtung erhärtet und in jüngsten Raumfahrtunternehmungen erneut bestätigt, uns bis heute als unglaubwürdig, ja phantastisch, doch gleichzeitig als merkwürdig vertraut erscheint. Velikovsky begründet eine radikale Neufassung der Welt- und Naturgeschichte, die geeignet ist, das herrschende astrophysikalische Weltbild, unsere gesamte Kultur und eine gute Handvoll akademischerDisziplinen in ihren Grundlagen zu erschüttern. Sein Name steht dabei jedoch zugleich für einen Kultur- und Wissenschaftskrimi, der das Vertrauen in die Seriosität der Wissenschaft als blauäugig erweist und dessen Bedeutung darin liegt, daß er tatsächlich hier und heute stattfindet.

Haben Sie schon einmal etwas von Immanuel Velikovsky gehört? Jeder, der hier mit „nein” antwortet, kann sich damit beruhigen, daß diese Antwort ihn als treues Kind seiner Zeit ausweist. Denn die Verdrängung oder Unterdrückung der Erinnerung jener schrecklichen Ereignisse, die, durch kosmische Unregelmäßigkeiten verursacht, in allerjüngster Zeit (1500 bis 750 v. Chr.) über den Planeten Erde hereinbrachen, zu gigantischen Katastrophen führten und unserem Sonnensystem seine heutige Gestalt gaben, erscheint als der nurmehr konsequente Ausdruck einer Kultur, die bis heute in „kollektivem Erinnerungsverlust” (1) befangen ist und zu deren Krankheitsbild es zu gehören scheint, von der allerwichtigsten ihrer Grundlagen nicht nur keinen blassen Dunst zu haben, sondern diese Unkenntnis nachgerade auch zu wollen.

Anders es nämlich unverständlich bleibt, wie es geschehen konnte, daß dieser Mann, der es verdient hätte, für die Wiederentdeckung jener Ereignisse berühmt und öffentlich anerkannt zu werden, bis heute nicht nur relativ unbekannt geblieben ist, sondern gar, kaum daß sein erstes Buch erschien, sogleich von selbsternannten Hütern der Wissenschaft („Wenn er recht hat, sind wir alle verrückt.” (2) aufs Übelste niedergemacht, verleumdet und unterdrückt wurde. Wie ist es zu verstehen, daß man so weit ging, massiven Druck auf Verlage auszuüben, damit sein Buch nur ja nicht erscheine? Was mag der Grund dafür gewesen sein, daß man es in Rezensionen total verriß, sich zugleich aber rühmte, es gar nicht gelesen zu haben; daß man einem begeisterten Fachmann, der für eine vorurteilsfreie Prüfung seiner Thesen eintrat, fristlos kündigte? Wie ist jene „unakademische Wut” (3) zu erklären, die sich gegen diesen untadeligen Mann gerichtet hat? Die Antwort kann nur lauten: Da hat jemand einen freiliegenden Nerv berührt! Stein des Anstoßes waren Thesen, die Velikovsky 1952 unter dem Titel  Welten im Zusammenstoß  der Öffentlichkeit vorlegte.

Die Zeugnisse der Alten

Die Vorstellung von Weltaltern, die infolge gewaltiger Umwälzungen untergingen, ist bei allen Völkern der Erde verbreitet, und man glaubte, daß „am Ende jedes Weltalters verschiedene Wunderzeichen erschienen, durch welche die Götter die Sterblichen warnten” 4. Die in der Sternkunde wohlerfahrenen Etrusker haben diese Zeichen aufmerksam beobachtet und in ihren Schriften festgehalten. Die Vorsokratiker glaubten, daß die Welt in regelmäßigen Abständen durch Überflutungen oder Feuersbrünste vernichtet wurde. Hesiod schrieb von vier Weltaltern und vier Menschengeschlechtern, die durch den Zorn der Planetengötter vernichtet wurden. Entsprechende Überlieferungen haben sich in Tibet, Indien, China, Persien, Ägypten, bei den Inkas, Azteken und Majas, auf Hawaii und den Inseln Polynesiens erhalten. Zwar schwankt die Anzahl der vergangenen Weltalter zwischen vier und zehn, die Begleitumstände ihrer Wechsel aber werden immer als dieselben geschildert. Gigantische durch kosmische Veränderungen verursachte Katastrophen schüttelten diesen Planeten, und in jedem Zeitalter wölbte sich „ein anderer Himmel über der Erde” (5), tauchte eine „neue Sonne” (6) auf.

Die Frage lautet hier, was die Rede von verschiedenen Sonnen wohl bedeuten soll. Ist es nicht dieselbe Sonne, um die die Erde seit Menschengedenken kreist? Die Antwort lautet, daß die Sonne selbst zwar dieselbe war, doch ihr Lauf am Himmel, d. h. die Bewegung der Erde um sie und um sich selbst, von Zeitalter zu Zeitalter ein jeweils anderer war.

Tatsächlich versichern die Priester Ägyptens, daß in historischer Zeit, seit Ägypten ein Königreich war, die Sonne „… viermal entgegengesetzt wie gewöhnlich aufgegangen sei: Zweimal ging sie auf, wo sie jetzt untergeht, und zweimal ging sie unter, wo sie jetzt aufgeht” (7). Der Papyrus Harris spricht von einem kosmischen Aufruhr, bei dem Süden zum Norden wird und die Erde sich vornüber neigt. Der Papyrus Ipuver berichtet, daß das Land sich um und um drehe wie eine Töpferscheibe und die Erde vornüber stürze. Im Grabe Senmuts, des Baumeisters der Königin Hatschepsuts, zeigt ein Feld der Decke die Himmelskugel in umgekehrter Ausrichtung des südlichen Himmels. Ähnliche Berichte finden sich in Platons Politeia, Euripides’ Elektra, bei Seneca, den Pythagoräern, den Mexikanern, den Eskimos, im Talmud und vielen anderen Schriften. Auch spricht der Koran von Gott als dem „Herrn der beiden Osten und der beiden Westen” (8). Das Kalevala-Epos berichtet, daß „die Sonne gelegentlich ihre Bahn verließ” (9), und die Azteken erzählen: „Viele Jahre hatte es keine Sonne gegeben… Die Häuptlinge begannen, durch die Trübe auf allen Seiten nach dem erwarteten Licht auszuspähen und Wetten abzuschließen, an welchem Teil des Himmels sie zuerst auftauchen werde. Einige sagten ,hier’ und andere sagten ,dort’; aber als die Sonne dann aufging, zeigte sich, daß alle falsch geraten hatten, denn keiner hatte auf den Osten gesetzt” (10).

Diese Überlieferungen bereiten dem modernen Leser Kopfzerbrechen. Denn es scheint keine Möglichkeit zu geben, sie mit den heutigen Naturwissenschaften in Einklang zu bringen. Der Grund für diesen Anschein liegt jedoch darin, daß man jene Berichte und die Folgerungen, die aus ihnen zu ziehen sind, niemals ernsthaft überprüft hat. Im Glauben daran aufgewachsen, daß die Erde seit Jahrmillionen in schöner Gleichmäßigkeit um die Sonne kreise, haben wir es bis heute unterlassen, die tiefen Spuren, die jene gewaltsamen Umstürzungen nicht bloß in den Gemütern der Alten, sondern gerade auch auf der Erde in physikalischem Sinn hinterlassen haben, auch nur von ferne in Augenschein zu nehmen. Dabei könnte, würde man diese Zeichen, die der geologischen, paläontologischen etc. Forschung ein weites Feld eröffnen und jedermann zugänglich sind, einmal ernsthaft untersuchen, es unvermittelt geschehen, daß die Naturwissenschaft sich mit jenen Überlieferungen ganz von selbst in Einklang bringt. – Seit einiger Zeit findet man Berichte in den Tageszeitungen, daß das Aussterben der Dinosaurier darauf zurückzuführen sei, daß die Erde mit einem Himmelskörper zusammenstieß 11. Dies soll vor 65 Millionen Jahren geschehen sein. Die Frage aber, die Velikovsky beschäftigt, war: Wann und unter welchen Umständen fand die  letzte  der großen Katastrophen statt? Wann begann das Zeitalter, in dem wir heute leben?

Der Aufstieg Beelzebubs

Es war die Zeit, da eine Wundergeschichte von Josua-ben-Nun erzählt wird, der bei der Verfolgung der Kanaaniterkönige Sonne und Mond anrief, stillzustehen. „Und er sagte angesichts des Volkes Israel: Sonne, stehe still zu Gibeon und Mond im Tale Ajalon. Da standen Sonne und Mond stille, bis sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte.” (12) Sicher geht diese Geschichte über das hinaus, was auch der phantasievollste und frommste Mann glauben kann. Und dennoch: Während die Sonne auf der einen Seite des Erdballs nicht unterging, klagten Bewohner der anderen Seite darüber, daß die Nacht lange Zeit nicht aufhören wollte.

Was war geschehen? Nach Velikovskys Rekonstruktion handelte es sich um eine Irritation der Erdbewegung, die durch einen Himmelskörper verursacht wurde, den man nie zuvor gesehen hatte: einen „glänzenden Stern”, der chinesischen Berichten nach in der Regierungszeit des Kaisers Jahou im Sternbild Yin aufgetaucht war, am Tage gesehen werden konnte und „mit der Sonne an Helligkeit wetteiferte” (13), weniger ein Stern als eine „feurige Kugel” (14). Dieser Haarstern hatte einen Schweif, der tagsüber als Rauch- und des Nachts als gigantische Feuersäule sichtbar war, eine „Fackel, die über den ganzen Horizont reichte” (15), und bei deren Erscheinen „Himmel und Erde zitterten” (16).

Alle 52 Jahre näherte er sich auf seiner Umlaufbahn der Erde. Und in der Zeit des Auszugs der Israeliten aus Ägypten geschah es, daß die Erde zweimal durch den Schweif dieses Unsterns zog. Der erste Durchgang hatte sich durch einen feinen rötlichen Staub angekündigt, der sich über die Erde legte, die Flüsse „in Blut verwandelte” (17) und „eine schwere Pestilenz” (18) hervorrief. Immer größer werdende, vor Hitze glühende Steine fielen auf die Erde. Erdbeben begannen, und ein ohrenbetäubender Lärm wollte nicht aufhören. Eine brennende pechschwarze Masse (Erdöl) ergoß sich auf die Erde, und das Wasser der Meere stand, durch die Anziehungskraft des fremden Sterns kilometerhoch zu einer Säule aufgerichtet, über den Bergen und ist von allen Völkern der Welt gesehen worden.

Beim zweiten Durchgang der Erde durch den Schweif des Kometen entwickelte sich ein großartiges Schauspiel, das sich den entsetzten Zuschauern als gigantische Schlacht darbot:

„Als die in ihrer Rotation gestörte Erde durch die Gase, Staubmassen und Meteoriten hindurchgezogen war, zog sie auf einer verformten Bahn weiter. Beim Auftauchen aus der Dunkelheit war die östliche Hemisphäre dem Kopf des Kometen zugewandt. Dieser Kopf war kurz zuvor nahe an der Sonne vorbeigezogen und befand sich in einem Zustand der Weißglut… Schließlich bewegte sich die Erde noch ein zweites Mal durch die Atmosphäre des Kometen hindurch, dieses Mal an seinem Hals. Diese letzte Phase war von unaufhörlichen, heftigen elektrischen Entladungen zwischen der Atmosphäre des Schweifes und der Erde begleitet. Beim Auftauchen aus den Gasen des Kometen hatte die Erde offenbar ihre Rotationsbewegung geändert, und die Rauchsäule bewegte sich auf die gegenüberliegende Seite des Horizonts zu. Dabei sah die Säule aus wie eine riesige, sich bewegende Schlange. Als die Flutwellen ihren höchsten Punkt erreicht hatten, sprang ein ungeheurer Funke zwischen der Erde und der Kometenkugel über, der augenblicklich die meilenhohen Wogen zusammenstürzen ließ. Währenddessen tauschten der Schweif des Kometen und sein Kopf, die durch ihre Berührung mit der Erde ineinander verwickelt worden waren, heftige elektrische Entladungen aus. Es sah aus wie eine Schlacht zwischen der hellglänzenden Kometenkugel und der dunklen Rauchsäule. Beim Austausch elektrischer Potentiale wurden Schweif und Kopf voneinander angezogen und dann voneinander abgestoßen. Aus dem schlangenartigenSchweif wuchsen Ausläufer hervor, und er verlor die säulenartige Gestalt. Er glich nun mehr einem wütenden Tier mit Beinen und vielen Köpfen. Die Entladungen rissen die Säule auseinander… Es hatte den Anschein, als würde das Ungeheuer durch die hellglänzende Kugel vernichtet und im Meer… begraben. Dann verhüllten die Gase des Schweifes die Erde.” (19)

Dieses Geschehen am Himmel wurde von den Völkern der Welt als der Kampf zwischen einem bösen Schlangenungeheuer und dem Lichtgott, zwischen Marduk und dem Drachen Tiamat, Isis und Seth, Vischnu und der Schlange, Krishna und der Schlange, Ormuz und Ahriman oder Zeus und Typhon angesehen. Velikovsky betont, es sei schwierig, „auch nur ein Volk oder einen Stamm auf der Erde zu finden, bei dem dieses Motiv nicht im Brennpunkt seiner religiösen Vorstellungen” (20) stehe.Der  Stern war bei den Völkern unter verschiedenen Namen bekannt. Hier eine Auswahl:

Agni, Ahriman, al-Usa, Anaitis, Anat, Anat-Yahou, Aphrodite, Api, Ashterot, Apopi, Astarte, Athena, Azasel, Baal, Beelzebub, Charka, Coniraya-Viracocha, Fauma, Gukumatz, Gula, Hathor, Hesperos, Horus, Istar, Isis, Istehar, Kukulcan, Kumara, Luzifer, Mane, Mazzaroth, Erzengel Michael, Midgard, Minerva, Mithra, Noga, Pallas, Phaeton, Phosphorus, Quetzal-cohautl, Rahab, Satan, Sekhret, Surabbi, Taafanua, Tefnut, Tiamat, Typhon, Uzza, Vishnu oder Zebbaj (21).

Wer war der Komet? Von wo kam er? Kann man ihn noch heute sehen? Die Antwort lautet: Ja, man kann ihn noch heute sehen. Nur hat er inzwischen seinen Schweif verloren. Er, der von Jupiter ausgestoßen worden war, hat sich nach einer Anzahl von Begegnungen mit anderen Gliedern des Sonnensystems in den harmlosen Planeten verwandelt, den wir als Abend- oder als Morgenstern mit dem bloßen Auge beobachten und heute Venus  nennen. Damals jedoch war die Venus noch ein Komet gewesen, der „rauchte” (22), einen „Bart” (23) oder eine „Mähne”(24) hatte. Man sagte „Feuer hängt herab vom Planeten Venus” (25) und „ihr strahlendes Licht flammt von einem Ende des Kosmos bis zum anderen Ende” (26), nannten die Chaldäer sie doch „herrliches Schauwunder des Himmels” (27), die Ägypter „kreisender Stern, der sein Feuer in Flammen ausstreut” (28). Sie war die im Altertum am meisten gefürchtete und verehrte Planetengottheit. Im babylonischen Hymnus wird sie angerufen:

O Istar, Königin aller Völker…
leuchtende Fackel des Himmels
und der Erde…
beim Gedanken deines Namens
erbeben Himmel und Erde
und die Erde verzagt.
Und die Menschheit huldigt deinem
mächtigen Namen…
beugt sich tief vor deiner Macht…
Wie lange willst du säumen
o Herrin von Himmel und Erde?
Furchtbar im Kampf,
Unwiderstehliche, kraftvoll im Streit!
O Wirbelwind, der du
die Feinde umfegst
und die Mächtigen fällst!
O rasender Istar,
Rufer zum Streit!

(29) Hatte ihr Schweif in bestimmten Phasen ihres Umlaufs sichelförmige Ausläufer und verdunkelte sie die Sonne, so verehrte man sie, die „die Sonnenscheibe zwischen die Hörner genommen hatte” (30) und sie auf dem Kopf balanciert, unter dem Namen „Sonnenentferner” als Sphinx, als Löwe oder als Stier. Das goldene Kalb Aarons war eines ihrer Abbilder, und der Avesta berichtet: Der Stern, der die Planeten angreift, „vermengt seine Gestalt mit Licht, während er in der Gestalt eines goldgehörnten Stiers dahinzieht” (31). Ein goldener Kuhkopf mit einem Stern auf der Stirn wurde in Mykene gefunden, und die Einwohner Samoas erzählen noch heute: „Der Planet Venus wurde wild und Hörner wuchsen aus seinem Kopf hervor” (32).

Luzifers Fall

Was aber war der Grund dafür, daß Venus für uns heute keine Gefahr mehr darstellt? Der liegt nach Velikovsky darin, daß sie am Anfang des siebten Jahrhunderts mit dem Mars zusammenstieß:

„Obgleich er selbst aus dem Ring geschleudert wurde, brachte er es doch zuwege, die Venus aus einer elliptischen Bahn in eine fast kreisrunde zu bringen. Von der Erde aus betrachtet wurde Venus aus einer hoch zum Zenit aufsteigenden Bahn auf ihre jetzige gelenkt… Venus, viele Jahrhunderte der Schrecken der Welt, wurde ein zahmer Planet” (33).

Hatte sie als Michael noch mit dem Drachen gekämpft, so stürzte sie als Luzifer vom Himmel herab, und „ihre Hände wurden von Gott gebunden” (34).

Das Ende der Schrecken, welche Venus seit den Tagen des Auszugs aus Ägypten acht Jahrhunderte wachgehalten hatte, bewegte Jesaias zu folgenden Worten:  „Wie bist du vom Himmel gefallen, du strahlender Morgenstern! Gedachtest du doch in deinem Herzen: ich will in den Himmel steigen und meinen Stuhl über Gottes Sterne erhöhen!” (35) Velikovsky meint, mehr als dreihundert Generationen von Exegeten hätten vergeblich versucht, diese Stelle zu verstehen.

Hatte der Planet Mars durch seinen Zusammenstoß mit der Venus die Erde vor der absoluten Katastrophe bewahrt, so wurde er in seiner neuen Umlaufbahn nun selbst zum Schrecken der Völker und seine Wiederkehrt alle 15 Jahre angstvoll erwartet, bis er am 23. März 687 v. Chr. die Erde zum letzten Mal berührte. Seit dieser letzten Katastrophe, da die Erde noch einmal „wie ein Trunkener” taumelte und hin- und hergeworfen wurde „wie ein Hängebett” (36), besteht das Sonnensystem in seiner uns heute geläufigen Form, beginnt das Weltalter, in dem wir leben, hat das Jahr zwölf Monate und 365 1/4 Tage.

Überall auf der Welt wurde ein neuer Kalender eingeführt. Aber nicht, weil die Menschheit endlich gelernt hätte, die Tage des Jahres richtig zu zählen, wie wir in moderner Arroganz glauben, sondern weil es sich tatsächlich um fünf Tage, „Tage ohne Namen” (37), „Tage über das Jahr hinaus” oder „Tage des Nichts” (38), verlängert hatte, die als finster und unglücklich galten.

Indem er die antiken Überlieferungen gerade nicht als Verrücktheiten der Alten abtut, kommt Velikovsky im Verlauf weiterer Forschungen zu Ergebnissen, die für die historischen, erdwissenschaftlichen und astronomischen Wissenschaften eine Revolution bedeuten und den akademischen Lehrkörper in verschiedenen seiner Teile erzittern lassen.In seinen „284 Theses for the Reconstruction of Ancient History”, die er später in seinem sechsbändigen Werk „Zeitalter im Chaos” ausführt, kommt er zu dem Schluß, daß in der ägyptischen Chronologie fünfhundert Jahre doppelt gezählt worden waren und man die alte Geschichte, die an der ägyptischen Chronologie geeicht ist, gänzlich umschreiben müsse. Tut man dies, so verschwinden klassische Rätsel wie z. B. das, warum die Helden Trojas im 13. Jahrhundert v. Chr. kämpfen mußten, obwohl Homer sie ja mehr als ein halbes Jahrtausend später so hautnah hatte schildern können, als habe er ihnen gelegentlich die Hand auf die Schulter gelegt. Fällt Echnaton, wie er behauptet, nicht mehr ins 14., sondern ins 9. Jahrhundert, dann können die Trojaner als Etrusker erkannt werden, was schon die Römer behauptet hatten, und die rätselhafte „Königin von Saba”, die Salomon mit ihrem Besuch beglückte, erweist sich als Hatschepsut aus Ägypten.

Wurden Velikovskys Thesen von Prof. Gertrude E. Stein mit einer zustimmenden Kritik bedacht (39), der sich nach einigen heißen Gefechten auf dem Schlachtfeld der Datierung von Ausgrabungsfunden sogar der Superstar der klassischen Archäologie William F. Allbright anschloß (was ihn aber seinen Schülern entfremdete), so blieb die Masse der Historiker und Archäologen bei der bisherigen Chronologie. Man verfaßt weiter Bücher über jene Rätsel des Altertums und besonders über das „Dunkle Zeitalter”, obwohl Velikovsky die vermeintliche Dunkelheit längst als Produkt einer falschen Chronologie entlarvt hatte. Und man glaubt weiterhin, die Städte, deren Trümmer man findet, seien durch Kriege oder lokale Erdbeben und schön eine nach der anderen zerstört worden, obwohl Claude F. Schäfer, der Ausgräber Ugariths, schon 1948 und ohne Kenntnis der Thesen Velikovskys herausgefunden hatte, daß die gefundenen Stätten in Palästina, Syrien, Zypern, Mesopotamien, Kleinasien und dem Kaukasus infolge riesiger Katastrophen zur gleichen Zeit untergegangen sein müssen.(40)

In seinem geologischen und paläontologischen Fragen gewidmeten „Erde im Aufruhr”  behauptet Velikovsky, daß es die Eiszeiten, wie wir sie aus der Schule kennen, niemals gegeben habe. Vielmehr seien die Eiskappen, die sich an den Polen der Erde befinden, infolge von Verlagerungen der Erdachse gelegentlich verrutscht, ohne ihren Umfang dabei verändert zu haben. Im sibirischen Eise gefundene Mammuts z. B., die noch frisches Grün zwischen den Zähnen hatten, also über Nacht durch eine plötzliche Verlagerung der Erdachse in die Gefrierzonen geraten sein mußten, bestätigten seine Theorie ebenso wie erdgeschichtliche Zeugnisse, Muscheln auf dem Mount Everst, quer über den Atlantik lazfende Risse, die Matterhornspitze älter als ihr Sockel, auf der ganzen Erde verstreute riesige Felsbrocken etc.

Die Mafia schlägt zu

Zur Erklärung jener Überlieferungen mußte Velikovsky Kräfte im Sonnensystem annehmen, die es für die Astronomen gar nicht gab. Führten sie alle Bewegungen der Himmelskörper auf die Schwerkraft zurück, betrachtete er diese nur als eine Funktion von Magnetismus und elektrischer Spannung. Die Sonne mußte elektrisch geladen und ihre Spannung groß genug sein, Planeten in ihren Bahnen beeinflussen zu können. Das Magnetfeld der Erde mußte bis zum Mond reichen und Zeus-Jupiter, der Vater von Athene, Radiostrahlen aussenden, die Venus selbst als ganz junger Planet extrem hohe Temperaturen aufweisen.

Die führenden Größen aus den astronomischen Wissenschaften taten dies alles als puren Blödsinn ab. Harlow Sharpley, Milchstraßentheoretiker und Direktor des Harvard Observatoriums formierte die akademische Phalanx gegen Velikovsky, den er als „one of the most erudite charlatans” (41) beleidigte. Durch einen Vorabdruck der Thesen Velikovskys aufgeschreckt, organisierte er einen öffentlichen Verriß durch fünf Fachleute aus fünf Gebieten. Keiner von ihnen hatte das Buch gelesen. Frau Payne-Gaposchkin schrieb eine gehässige Rezension und rühmte sich sogar ihrer Unkenntnis. In diesen Monaten „…ließen eine erstaunliche Anzahl namhafter Astronomen ihre Teleskope Teleskope sein und machten sich daran, Welten im Zusammenstoß  zu verreißen”, so hatte man am 25. 9. 1950 im Harvard Crimson lesen können.

Shapley schaffte es, den Macmillan Verlag zur Aufgabe des Buches zu erpressen. Gordon Atwater, der sich für eine vorurteilsfreie Überprüfung der Thesen Velikovskys stark gemacht hatte, wurde aus seiner Stellung als Direktor des Hayden-Planetariums und als Leiter der Astronomischen Abteilung entlassen.

D. Menzel, Astronom der Harvard Universität, hatte, um Velikovsky bei den Studenten lächerlich zu machen, so zum Spaß den unglaublich hohen elektrischen Wert (10 19 Volt) ausgerechnet, den die Sonne im Sinne Velikovskys haben müßte. Er ist eine Ironie der Wissenschaftsgeschichte, daß sein australischer Kollege V. A. Bailey später für die Errechnung desselben Wertes berühmt wurde. (42)

Velikovsky hatte die NASA gebeten, beider Mondlandung die Lage der Gesteinsbrocken, die man zur Erde bringen wollte, ihres Magnetismus wegen zu markieren. Die Antwort war gewesen, daß dies nicht vorgesehen sei, es auf dem Mond keinen Magnetismus gäbe. Als man dann doch Steine zurückbrachte, die Magnetismus enthielten, hieß es, daß „niemand in der wissenschaftlichen Welt Restmagnetismus angenommen” (43) habe.

Am 14. 12. 1962 bestätigte Mariner II Velikovskys These von der extrem hohen Temperatur der Venus, die man bis dahin für eiskalt (-15 Grad Celsius) gehalten hatte.

Als Albert Einstein, mit dem Velikovsky in langjährigem (übrigens auf Deutsch geführten) Gedankenaustausch stand, kurz vor seinem Tode erfuhr, daß der Jupiter Radiostrahlung aussendet, wie Velikovsky jahrzehntelang behauptet hatte, erbot er sich, durch seinen persönlichen Einfluß weiter Experimente zu ermöglichen, die Velikovsky angeregt hatte. Doch es war bereits zu spät. Als Einstein starb, lag Velikovskys „Welten im Zusammenstoß” aufgeschlagen auf seinem Nachttisch. 44

Vor einiger Zeit, als der Komet Halley die Medien so erregte, fand man da vielleicht irgendwo im deutschen Blätterwald einen Hinweis auf unseren Katastrophentheoretiker? Nein! Vielleicht in jener sportschauartig aufgemachten Halley-Rendezvous-Sendung des Deutschen Fernsehens? Weit gefehlt! Nicht nur wurde Velikovsky dort mit keinem Wort erwähnt, man präsentierte als Kometenfachmann sogar stolz jenen Dr. Fred Whipple, Nachfolger Shapleys im Amt des Direktors des Harvard-Observatoriums, der damals in einem Verriß Velikovsky angedonnert hatte: „Are you a hoax or a crank?” („Sind Sie ein Betrüger oder ein Irrer?” (45)). Velikovsky schrieb später dazu schlicht: „I took it.” (46) Im selben Artikel hatte Herr Whipple ihm vorgehalten, „Your book ist blasphemy to science and religion!” und sich damit schon lange selbst entlarvt. Denn wer ein gutes Argument zu einer „Gotteslästerung gegenüber der Wissenschaft” macht, der wird diese als eine heilige Kuh empfinden und sich selbst für deren Hohenpriester halten müssen.

Die Affaire Velikovsky – Warum der Teufel Hörner hat

Näher besehen geht es bei der Affaire Velikovsky nicht bloß um einen Krimi der jüngsten Wissenschaftsgeschichte, sondern ein zentrales Problem unserer ganzen Kultur: Schon Platon berichtet in seinem Dialog über die Sterne, daß Solon in Ägypten gewesen sei und den Ägyptern von der Sintflut erzählt habe. Da sei ein alter Priester aufgestanden, habe gelacht und gesagt: „O ihr Griechen, ihr werdet niemals alt, ihr bleibt immer im Jugendalter! Das, was ihr wie ein Märchen erzählt (Sintflut), ist nicht bloß schon öfter geschehen. Es geht auch auf eine wirklich geschehene Veränderung der Bahnen der Sterne zurück. Nur hatte euer Volk das Pech, bei einer jeden solchen Katastrophe zugrunde gegangen und danach gezwungen gewesen zu sein, Kultur und Sprache neu zu erwerben. Deshalb, o Solon: zum Greisenalter taugt kein Grieche.” (47)

Wir als ihre getreuen Nachfahren halten es wie die Griechen. Dabei hatte die Sache schon zur Zeit Newtons besondere Brisanz erhalten. Als nämlich Whiston behauptete, das Jahr habe früher nur 360 Tage gehabt, war es zwischen ihm und Newton zum Konflikt gekommen. Newton sah das als theologische Frage: Gott habe alles aufs beste und das Planetensystem wie ein Uhrwerk eingerichtet. Käme es zu einer Unregelmäßigkeit, behöbe er es schon mittels eines Kometen. Leibniz meint dazu, Newton stelle sich Gott zwar als einen Uhrmacher vor, aber offenbar als einen schlechten, der eben öfters reparieren müsse.

Wir aber haben uns bis heute durch Aristoteles und Newton in die falsche Sicherheit des „seit Jahrmillionen kreist die Erde um die Sonne usw.„ einlullen lassen und unsere Vorfahren, die Gegenteiliges berichten, zu blöden „Spökenkiekern” herabgesetzt. Wir scheinen Angst vor der schrecklichen Wahrheit zu haben, daß die Erde in Drehung und Umlaufbahn labil ist. Doch ganz gleich, wie wir die Sache nehmen, ob Whiston oder Newton, Velikovsky oder Einstein der Sache nach im Recht ist: Der Skandal besteht darin, daß wir von der Schule oder sonstwoher nicht einmal den Streit als solchen kennen, daß wir alle zwar von Newton  oder Einstein, niemals aber etwas von Whiston oder Velikovsky gehört haben. Und dieser Umstand ist es, der eine Würdigung verdient.

Wie kommt es denn, daß wir unseren eigenen Vorfahren nicht glauben, wie kommt es denn dazu, daß wir etwas für unmöglich halten, was bloß in den letzten zweieinhalb Jahrtausenden nicht geschehen ist? Warum erklären wir die Erfahrung dieser letzten Zeit zum Gesetz, obwohl die gegenteiligen Zeugnisse überwältigend und die Nachklänge jener großen Ereignisse, in den Sitten und Gebräuchen aller Völker lebendig, auch heute noch zu hören sind?

So klingt im Namen für das höchste Fest der Christenheit, nämlich im Worte „Ostern” = „Hathor” (ägypt.), „Istar” (babyl.), „Astor” (hebr.), „Astron” (griech.), „Astrum” (lat.), „(A)stern” (dtsch.) jener Un-stern nach, der als „desa-ster” im Englischen noch heute Synomym für Unglück überhaupt ist. Ob man gregorianischen Choral „was ist mit dir Meer, daß du fliehst, was ist mit euch Bergen, daß ihr hüpfet den Lämmern gleich?” hört oder ein Kind die Mutter fragt, warum der Teufel Hörner habe. Einmal erinnert, fällt´s einem wie Schuppen von den Augen, weiß doch auch jeder „Asterix”-(!!)-Leser, daß die Gallier vor nichts mehr als wovor Angst haben? Na klar: Daß ihnen der Himmel auf den Kopf fällt!

Doch was Asterix geläufig ist, will das Fernsehen den Deutschen vorenthalten: Denn darauf aufmerksam gemacht, daß die in einer Sendung über die Maja-Tempel von Palénque bestaunten Rätsel sich im Sinne Velikovskys auflösten, gab das ZDFzur Antwort: Das könne schon sein, wär‚ aber für‚s deutsche Volk zu schwierig. Dabei ist solcherlei Berufung auf die Dummheit anderer nur zu leicht als bloße Bemäntelung eigenen Mangels an Mut und Phantasie erkennbar.

Der Leser aber sei hier aufgerufen, den alten Zeugen zu vertrauen und mit velikovsky-geschärftem Blick endlich die Schätze zu heben, die unsere Kultur seit Jahrtausenden vor ihm versteckt hält.

Und wer die Überlieferungen weiterhin bloß metaphorisch wie die Theologen liest oder psychoanalytisch deutet wie mancher Märchenonkel, der muß wissen, daß er nicht nur den Alten damit Unrecht tut: Er zementiert so auch eine uralte Neurose, läßt ein Jahrtausendtrauma im Stillen weiterwuchern. Die so beliebte psychoanalytische Deutung überkommener Mythen verdiente es dabei als ein Organ der Unterdrückung der Erinnerung ihres realen Sinns vielmehr selbst, einmal analytisches Thema zu werden. Es scheint, die Entdeckung Velikovskys sei so etwas wie ein Generalschlüssel zur Aufdeckung zentraler Macken unserer Gesellschaft und Kultur.

Oder sollte man dem zustimmen, der da sagte, Velikovsky könne gar nicht recht haben; denn hätte er recht, wäre er wissenschaftlich anerkannt? Davor bewahre uns die Einsicht eines anderen Immanuel, der meinte: „Alte und eingewurzelte Vorurtheile sind freilich schwer zu bekämpfen, weil sie sich selbst verantworten und gleichsam ihre eigenen Richter sind.” (48)

Hat das Drama der Verdrängung jenes Traumas uns von der Entstehung dieses Weltalters an bis in die Gegenwart hinein begleitet und bis heute Weltbild und Gemüt bestimmt, dann muß das Vorurteil, um das es mit Velikovsky geht, schon auf den ersten Blick wirklich für alt und eingewurzelt gelten. Es scheint nun, da wir es besser wissen könnten, an der Zeit zu sein, jene selbsternannten Richter endlich selbst einmal zu prüfen. Die Leugnung jener Erschütterung des Himmels und der Erde im Namen einer fingierten Sicherheit wird sich dabei, so Gott will, in dezidiertem Sinn als schaurig bodenloses „Fundament” unserer Kultur erweisen und vice versa das, was man für ihren Bauplan halten kann, d. h. letztlich sie selbst, als Riesenschwindel.

Schwindelerregend abgründig sind die vermeintlich sicher gelegten Grundlagen unseres Weltalters und einer Denkungsart, der es trotz vornehmster Bemühungen um das Problem der Gewißheit dies das bislang unaufgelöst gebliebe Grundpoblem aller philosophischen Theoriebildung und eines wahrhaft gewaltigen Einsatzes ganzer Sicherheitsindustrieen mit Polizei, Militär und den Versicherungsagenten bis heute eben nicht gelungen ist, die Herzen der Menschen zu befrieden. Im Gegenteil: Die Höhe der Glaspaläste der Versicherungen und der Banken erscheint recht verstanden  doch nur als ein unübersehbar deutlicher Maßstab jenes Verlustes an Hingabe und  Gottvertrauen arabisch Islam geheißen , mit denen wir als Kinder einst diese Welt betraten. Daß nicht nur in Fragen des Herzens, der Weisheit und der Religion, sondern nachgerade auch in den Wissenschaften die offiziellen Vertreter der Gelehrsamkeit dem Hungrigen nurmehr Plastiknahrung zu offerieren haben, das gilt es heute zu wissen und zu verstehen. Daß sie zudem noch eifersüchtig darüber wachen, daß nur niemand aus der Zunft es wage, den Menschen echte Nachrung anzubieten, dies zeigt die Geschichte Velikovskys. Der Schleier, der auf der Entstehung unseres Weltalters liegt, er liegt genau auf uns und allem, was wir tun. Er ist die Bedingung und zugleich Symptom einer eigenartig verdrehten besinnungslosen Zeit.

Und als treue Mitglieder einer im Kern verlogenen Gesellschaft ohne Fundament und ohne Kenntnis unseres eigentlichen Zwecks haben wir die Lüge und den Irrtum eingeübt, niemand anders sei der Herr der Welt als wir. Maßlos überheblich in Selbst- und Fremdverständnis sind wir häßlich, unmoralisch, dumm und gefährden unser aller Leib und Leben und, schlimmer noch, das, was diesem folgen möchte.

Und die Beharrlichkeit, mit der wir schweigen und verdrängen, sie müßt sich, wenn´s denn mit rechten Dingen zugeht, eines Tages bitter rächen. Vielleicht ja erst zu  jenem erhabenen Augenblick, da erneut lang vergessene  gewaltige Zeichen am Himmel erscheinen, Vorboten einer neuen Katastrophe und des Endes unserer Zeit. Dann werden die Herren tönen, dergleichen habe man nie zuvor gesehen. Sollte es wirklich möglich sein, die Wahrheit bis dahin unter Verschluß zu halten?

Anmerkungen:

1 Velikovsky (1)
2 “Pensée„, S. 23.
3 Newsweek nach Grazia, S. 23.
4 Velikovsky (1), S. 41.
5 Dort, S. 44.
6 Dort, S. 45.
7 Dort, S. 105.
8 Sure 55, 16f.
9 Velikovsky (1), S. 115.
10 Dort, S. 125.
11 z. B. Bonner General-Anzeiger vom 13. 10. 1983.
12 Josua 10,12-13.
13 Velikovsky (1), S. 152.
14 Müller, S. 154.
5 Nach Heinsohn.
16 Velikovsky (1), S. 77.
17 Dort, S. 58.
18 Ebenda.
19 Velikovsky (1), S. 81f.
20 Dort, S. 83.
21 Vgl. Miller, S. 261f.
22 Velikovsky (1), S. 151.
23 Ebenda.
24 Dort, S. 152.
25 Dort, S. 151.
26 Dort, S. 152.
27 Ebenda.
28 Ebenda.
29 Vgl. Müller, S. 150.
30 Dort S. 148.
31 Velikovsky (1), S. 153.
32 Ebenda.
33 Dort, S. 234.
34 Ebenda.
35 Jesaias 14,12-13.
36 Velikovsky (1), S. 196.
37 Dort, S. 302.
38 Dort, S. 303.
39 Vgl. Chicago Tribune vom 3. 4. 1960.
40 Vgl. Heinsohn, Kap. 9.
41 Velikovsky (5), S. 20.
42 Vgl. Heinsohn, Kap. 4.
43 Dort.
44 Grazia, S. 50.
45 Velikovsky (4), S. 199.
46 Dort.
47 Paraphrase von  Platons Timaios 22d f.
48 Immanuel Kant, Akademie-Ausgabe, Bd. 9, S. 81
Quellen:

Grazia, Alfred de, The Velikovsky Affair, New York 1978, dt. München 1979
Heinsohn, Gunnar, Über die heiße Venus…„ in: Freibeuter 1979.
Miller, Alice, Index To Velikovsky , Vol. I, New York 1977.
Müller, Angelika, “Der Löwe, der die Sonne fraß„ in: Sphinx 10, Basel 1985.
Editors of Pensée, Velikovsky Reconsidered, London 1976.
Velikovsky, Immanuel (1), Worlds in Collision, New York 1950, dt. Frankfurt a. M. 1983.
Velikovsky, Immanuel (2), Earth in Upheaval, New York 1956.
Velikovsky, Immanuel (3), Ages in Chaos, Bd. 1, 9. Aufl., London 1972.
Velikovsky, Immanuel (4), Stargazers and Gravediggers, New York 1983 (posthum).
Velikovsky, Immanuel (5), Mankind in Amnesia, New York 1992, dt. Frankfurt 1985.

Die Velikovsky-Ausgaben (1), (2) und (3) und noch ein paar andere waren früher im Umschau Verlag als als gebundene, dann auch bei Ullstein als Taschenbuch-Ausgaben in deutscher Sprache erschienen. Sicher kann man sie heute antiquarisch erwerben. Die Stellenverweise beziehen sich bei (1) auf die Ullstein-Ausgabe.

Im Internet finden sich unter dem Stichwort „Velikovsky” rund 1000 Links vermerkt.

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