Entwarnung - NATO-Fregatten verlassen Schwarzes Meer

11.09.2008 von Salim Spohr

«Vier NATO-Fregatten werden das Schwarze Meer nach einem dreiwöchigen Manöver am Mittwoch verlassen.» Das teilte die Allianz in Brüssel mit, wie westliche Medien berichteten. Die Kriegssschiffe, darunter auch die deutsche Fregatte “Lübeck”, sollen das Schwarze Meer in Übereinstimmung mit den Bestimmungen der sogenannten Konvention von Montreux verlassen. – Na endlich, kann man da nur sagen, Gott sei Dank, الحمد لللاه – alhamdulillâh! Das ist ein Grund, Entwarnung zu geben.

Die Präsenz dieser Schiffe hatte nämlich Befürchtungen geweckt, es könne im Zusammenhang mit Verstößen gegen den Vertrag von Montreux zu bewaffneten Auseinandersetzungen kommen. Auch die Besetzung der Bosporus, das heißt, Istanbuls durch Russen war im Falle dessen denkbar geworden, daß die Türkei ihrer sich aus jener Konvention ergebenden Verpflichtungen nicht nachkommen sollte.

Laut Konvention dürfen sich Kriegsschiffe von Nicht-Anrainerstaaten ja höchstens 21 Tage im Schwarzen Meer aufhalten. Zum Verband gehörten auch eine spanische, eine polnische und eine amerikanische Fregatte.

Die NATO-Schiffe waren, wie es heißt, planmäßig mehrere Häfen angelaufen. Durchgeführt wurden Übungen mit den NATO-Ländern Bulgarien und Rumänien. Daraufhin werden sich die vier Küstenwachschiffe im Mittelmeer aufhalten. Der Aufenthalt des NATO-Flottenverbandes im Schwarzen Meer sei bereits vor mehr als einem Jahr geplant gewesen und hänge nicht mit der Zuspitzung der Lage in Georgien zusammen, hieß es.

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Quellen:

NOVOSTI
Islam Press
Islam Press

Kommentare

  1. Jochen HoffSeptember 11, 2008 @ 04:30 AM

    Es ist viel zu früh schon jetzt Entwarnung zu geben. Die Nato will den Druck auf Russland noch erhöhen, die Schiffe halten sich zwar offiziell an die Konvention aber die USA haben bereits versucht zu große Schiffe ins Schwarze Meer zu bringen.

    Außerdem könnte die Türkei einfach die Augen zudrücken und die Schiffe erst raus und dann wieder hereinlassen. Die Türkei steht sehr unter Druck.

  2. SalimSeptember 11, 2008 @ 04:58 AM

    Ja, Jochen, das ist wahr. Angesichts der absolut gefährlichen Zuspitzung des Konflikts durch einen in greifbare Nähe gerückten Verstoß gegen den Vertrag von Montreux aber bedeutet es doch schon eine deutliche Entpannung, wenn sich die Schiffe zurückziehen. Der Alarm kann um eine Stufe zurückgefahren werden.

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