Georgien und der Dritte Weltkrieg

23.08.2008 von Salim Spohr





















Daß der bisherige Kommandeur der Fregatte Lübeck, die gerade im Schwarzen Meer eingetroffen ist – das Bild zeigt ein von Spanien dorthin geschicktes Boot -, in völlig überhasteter Weise durch einen neuen Kapitän ersetzt wurde, der geradewegs vom größten US-Marine-Stützpunkt unweit Washingtons kommt, läßt nichts Gutes ahnen. Wir gehen hier der Frage nach, ob mit dem Kaukasus-Konflikt und der Art und Weise, wie er vom Westen geschürt wird, ein neuer Weltkrieg zu einer realen Möglichkeit wird, und was aus der Sicht prophetischer Überlieferungen dazu gesagt werden kann.


VERGIFTUNG DER INTERNATIONALEN BEZIEHUNGEN DURCH SCHARFMACHER IN DER NATO

Ein Leser des Focus-Artikels über die Kritik Rußlands an der NATO-Präsenz im Schwarzen Meer fühlt sich an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges erinnert und schreibt: «Auch damals gab es Imponiergehabe mit der Flotte, unüberlegte Bündnispolitik und Großsprecherei statt Verhandlungsbereitschaft und kühler Vernunft."

Der frühere Chefstratege der Bundeswehr, Ulrich Weisser, hat heftige Kritik an der Rußland-Politik der NATO geübt und im Kölner Stadt-Anzeiger erklärt, das Bündnis steuere auf eine Konfrontation mit Rußland zu, deren Gefahren in keinem Verhältnis zu den Problemen Georgiens stünden. «Die Scharfmacher in der NATO, allen voran die USA, haben durchgesetzt, dass es vorerst keine Sitzungen des NATO-Russland-Rates mehr gibt.» Dabei sei, so Weisser, der NATO-Rußland-Rat gerade «als Forum für Konsultationen» in Krisenzeiten gegründet worden.

Eine schwer erträglich faktenverdrehende heuchlerische Kommentierung der Geschehnisse im Kaukasus durch die USA und ihre europäischen Verbündeten und den größten Teil des Mainstream-Journalismus hat das Klima der internationalen Beziehungen zusätzlich in einer Weise verseucht, daß alles als möglich erscheint.


WAHNSINNIGE IN WASHINGTON KÖNNTEN GROSSEN KRIEG FÜR DIE LÖSUNG ALLER PROBLEME HALTEN

Einer offenkundig aus Verbrechern bestehenden US-Regierung, die morden, plündern, rauben läßt und sogar von Teilen ihres eigenen Militärs für absolut durchgeknallt, ja wahnsinnig gehalten wird, wäre alles zuzutrauen. Ein großer Krieg würde den Niedergang des amerikanischen Wirtschaftssystems wenigstens hinauszögern, vielleicht ja sogar verhindern.

Und schließlich würde ein großer Krieg auch zu dem gehören, was der Einrichtung einer aus Eliten und Bankern bestehenden Weltregierung vorauszugehen hätte, wie es David Rockefeller sich vorstellt, der auf einem Bilderberg-Treffen 1991 in Baden-Baden in Deutschland erklärt hatte, nichts wäre so sehr geeignet, die Völker der Welt die Vorteile einer Weltregierung erkennen zu lassen, wie eine große Katastrophe.


DIE RELIGIÖSER ÜBERLIEFERUNG ENTSPRINGENDE SICHT

Wir alle kennen die Überlieferungen in den drei monotheistischen Weltreligionen, in denen ein «Großer Krieg» – «al-hamat ul-kubrâ», «Harmageddon» oder «Armageddon» geheißen – vorausgesagt wird. Die Frage lautet:

Gibt es in den prophetischen Überlieferungen Hinweise darauf, daß die Kaukasus-Krise den Großen Krieg auslöst?

Unter den Überlieferungen zu den kommenden Ereignissen scheint die der Muslime die bei weitem ausführlichste zu sein, was nicht zu verwundern braucht, ist sie doch die jüngste der abrahamitischen Religionen, dessen Prophet, Sayyidina Muhammad (s), Hunderte und aber Hunderte von Aussagen zu den kommenden Ereignissen bzw. dem Erscheinen Sayyidina Mahdis, der Friede sei auf ihm, getroffen hat. Das 101. und letzte Zeichen für die Ankunft Sayyidina Mahdis wird der Ausbruch des Großen Krieges sein. Was aber ist es, das dem Ausbruch des Großen Krieges unmittelbar vorausgeht? Die Antwort lautet:


DIE RUSSEN MARSCHIEREN IN DIE TÜRKEI EIN

«Das erste Zeichen ist: Russen kommen in die Türkei. Gewaltige russische Kräfte werden im Westen von Aleppo sein. Sie werden zur Ebene von Yarmuq bei Aleppo vorstoßen.» Das sagt Sheikh Nazim Efendi in seinem Buch ARMAGEDDON, in dem seine zu verschiedenen Zeiten zu dieser Frage gehaltenen Ansprachen zusammengefaßt sind.

Das erste Zeichen des Krieges soll also sein, daß die Russen in die Türkei einmarschieren. Diese Auskunft fand vor Jahren eine schöne Bestätigung, als Hajji Orhan, ein Freund, auf seiner letzten Hajj im Jahre 2001 fünf verschiedene Walis (`Freunde Gottes´), fünf verschiedene Heilige gefragt hat, was das entscheidende Zeichen dafür wäre, daß Sayyidina Mahdi, ‘alaihi salâm, erscheint. Wie er mir in der letzten Woche erzählte, haben alle fünf der zu verschiednenen Gelegenheiten dazu Befragten genau dieselbe Antwort gegeben: «Das entscheidende Zeichen ist, daß die Russen in die Türkei einmarschieren und Istanbul besetzen.»

Unser Scheich, Maulana Sheikh Nazim Efendi, soll, wie Hajji Orhan erzählte, seinen Bericht darüber mit den Worten quittiert haben: «Das ist haargenau die Wahrheit.»


ABSCHLIESSENDE FRAGE

Für uns stellt sich mit allen Lesern dieses Blogs abschießend die Frage:

Gibt es innerhalb der sich gerade jetzt verschärfenden Kaukasus-Krise ein verständliches Szenario, innerhalb dessen es plausibel wäre, daß die Russen in die Türkei einmarschieren?

Ob und wenn ja wie die Kaukasus-Krise den Dritten Weltkrieg einleiten könnte, hängt, so wir die prophetischen Überlieferungen mit berücksichtigen, genau an dieser Frage.

- Wer was weiß, bitte melden. -




Kommentare

  1. Abdrl MajidAugust 23, 2008 @ 10:11 PM

    Ungeschickte – ja gefährliche, weil Russland ins Abseits drängende Äusserungen wichtiger Natostellen können die Dialogbereitschaft zwischen Russland und der Nato erschweren, was den derzeitigen Georgienkonflikt sicher politisch unlösbarer machen kann.
    Wie daraus aber ein Überfall russischer Truppen in den Natomitgliedsstaat Türkei werden soll, ist heute noch schwer vorstellbar. Noch dazu sollen den Prophezeihungen zufolge viele hunderttausend Russen in die Türkei einmarschieren, was sicher auch notwendig ist um dieses große Land zu erorbern.
    Der derzeit russische Einmarsch nach Georgien ist aber eher als der zeitlich geschickte Versuch Russlands zu werten, seine verloren gegangene Einflusssphäre wieder zu erlangen und dem steten Vordringen der Nato in die angestammte Gebiete des ehemaligen Warschauer Paktes Einhalt zu gebieten.
    Solange Amerika soviel Druck ausübt, wie es das heute noch tut, wird es kaum zu einem nennenswerten Vormarsch Russlands kommen, dies kann erst geschehen, wenn die Amerikaner das tun, was Pazifisten sich überall auf der Welt wünschen, sich nämlich auf ihr Kernland und ihre ureigene Interessen zurückziehen.
    Obama könnte ein solcher Präsident sein, der wie damals Carter zum Rückzug aufruft und damit Russland den Vormarsch erst ermöglicht. Diese Haltung könnte auch daraus entstehen, dass sich die Amerikaner ihre teuren Auslandskriege nicht mehr leisten können, denn die hausgemachte Finanzkrise zeigt zunehmend auch Wirkung auf den US-Staatshaushalt. Frei nach dem Motto, wir wollen Frieden, weil wir uns den Krieg nicht mehr leisten können, ist ein amerikanischer Rückzug in naher Zukunft wahrscheinlich. In die Lücke wird Russland vordringen.
    Der heutige Georgienkonflikt aber ist das taktisch und zeitlich klug gewählte Eingreifen eines jungen und neuen, unbekannten russichen Präsidenten in eine kaukasische Dauerstreiterei. So hat er sich seine Sporen verdient und sein Gesicht beim mit der Nato ausgehandelten Rückzug nicht verloren.

  2. Salim E. SpohrAugust 23, 2008 @ 10:42 PM

    Du schreibst: «Der heutige Georgienkonflikt aber ist das taktisch und zeitlich klug gewählte Eingreifen eines jungen und neuen, unbekannten russichen Präsidenten in eine kaukasische Dauerstreiterei.» – Das ist der Sache nach nun völlig daneben, weil es hier nun einmal nicht um ein «Eingreifen in eine Dauerstreiterei», sondern um einen Schutz russischer Staatsbürger in Südossetien ging. Die Tasache, daß US-trainierte Truppen Georgiens die Zivilisten Südossetiens einfach überfallen und Tausende ermordet haben, wird von dir völlig unterschlagen wie ja auch vom Hautteil des Mainstream-Journalismus. – Vgl. hierzu meinen Beitrag >ARD-Tagesschau im Info-Krieg

  3. WahrheitAugust 24, 2008 @ 02:26 AM

    Wahrheit schrieb am 24.08.2008 um 04:10:53 Uhr:
    In Afghanistan wurde 50 kinder ermordet
    und als ‘Militante’ declariert, ein Mordsspass fuer Deutsche Soldaten und Angela Merkel vor ein Kriegsverbrechertribunal nach DEN HAAG ? Die sich wehrten und am naechsten Tag die Afghanischen Soldaten mit Steinen bewarfen, wurden beschossen.
    Oh Karsai,du bist ein schlechter Murid von Sheikh Hisham !
    http://news.yahoo.com/s/ap/200 80823/ap_on_re_ as/afghan_violence

  4. Karl-Heinz WeingartzAugust 24, 2008 @ 12:10 PM

    Anglo-Amerika hat nach dem Zweiten Weltkrieg in über 80 Ländern dieser Erde interveniert, legale Regierungen gestürzt und durch diktatorische Hurensohn-Regierungen ersetzt oder mit Krieg überzogen und ist dort interveniert. Auch der Krieg der Russen in Afghanistan wurde von Zgibniew Bzezenski in Washington ausgeheckt, um Russland in “ein Vietnam zu verwickeln” und zu schwächen. Leider waren die Russen damals dumm genug, in diese Falle zu tappen.
    Anglo-Amerika ist das Weltreich der “falschen Religion des Mammon”, in der Bibel Babylon genannt, das nach Weltherrschaft strebt, einen weltweiten Universalfaschismus betreibt, die Völker dem Diktat seiner Geldelite unterwerfen möchte und sowohl nach dem Buch Daniel (Dan.2,1ff,40-45 u. 11,1ff,40-45) wie auch nach der Offenbarung des Johannes (Offb.13,1ff,18 i.V.m. 1.Kön.10,14; 16,1ff,19-21; 17,1ff,14-18 u.18,1ff,21-24) in den Untergang geht.
    Nicht nur wegen der antiislamischen Einstellung des US-Establishments gibt es auch in der Türkei starke Vorbehalte gegen den westlichen Imperialismus.
    Die derzeitige Krise in Georgien könnte diese Vorbehalte stärken, da auch die georgische Provinz Adscharien mit der überwiegend muslimischen Bevölkerungsmehrheit nach Unabhängigkeit strebt. Anfang Oktober diesen Jahres finden dort neue Wahlen statt und es spricht einiges dafür, dass die Bevölkerung dort dem Beispiel Südossetiens und Abchasiens folgen könnte und engere Bindungen sowohl an die Türkei wie auch Unterstützung durch Russland suchen könnte.
    Eine Adscharien-Krise würde türkische Regierung in die Notlage bringen, sich entweder für die Nato zu entscheiden und sich damit noch mehr in den islamistischen Ländern zu isolieren oder Adscharien zu unterstützen und mit Russland zu kooperieren.
    Für den Fall einer Entscheidung zugunsten des Islam würden die USA mit einiger Sicherheit in der Türkei intervenieren, doch könnte die türkische Regierung in diesem Falle auf Hilfe aus Moskau und ggf. auch die Unterstützung durch die russische Armee hoffen.
    Russland ist ganz nach der seit Jahrzehnten vom britischen Establishment ausgeheckten Globalstretegie von Majorinettenregimen des Empires bzw. heute Anglo-Amerikas umzingelt und wird mit einiger Sicherheit nicht noch einmal den Fehler begehen, in deren Falle zu tappen.
    In diesem Zusammenhang sei nur angemerkt, dass sich die britische Queen als 184. Nachfahrin einer angeblichen jüdischen Königin Tea Tephi sieht, was die engen Verbindungen von britischem Hoch- und zionistischem Geldadel erklärt (Hinweise auch das Wappen der Queen und der Rothschilds). Die Landnahme in Palästina wurde von den Rothschilds ausgeheckt, um dort ihre eigene erbliche Dynastie zu errichten, in der sogar die jüdische Religion nach den Plänen von Rabbiner Emanuel Rabinovich (Rede 1952 in Budapest) abgeschafft werden soll und lediglich die äußeren Symbole des Judaismus beibehalten werden und die Herrschaft legitimieren sollen. Pläne also, die sich sogar gegen den jüdschen Glauben und damit JHVH, aber auch das Christentum und den Islam richten.

    Der Autor ist Heide und versteht sich nicht als Prophet. Er hat daher nur einige Fakten zusammengetragen, die zur Annahme berechtigen, dass Russland auch zur Unterstützung bzw. Befreiung in der Türkei intervenieren könnte, wenn die US-Administration dort eine legal gewählte Regierung stürzen möchte (Hinweis auch auf dubiosen “Kopftuch-Streit” vor einigen Monaten in der Türkei wegen zu enger Bindungen an den Islam).

  5. Walter-Abd al Karim BornholdtAugust 24, 2008 @ 04:19 PM

    Eine Besetzung türkischen Landes könnte nötig werden, wenn weitere Marineverbände ins Schwarze Meer eindringen wollen. Seit Jahrhunderten war die Meerenge ein strategisches Ziel Rußlands. Siehe Krim-Krieg, bulgarischer Befreiungskrieg und 1. Weltkrieg.

  6. AbudAugust 24, 2008 @ 10:54 PM

    Sollte es tatsächlich zu einem bewaffneten Konflikt kommen, der sich zu einem großen Krieg ausweitet, so stellt sich die Frage, wie sich die Muslime in Deutschland verhalten sollen: sollen sie sich strikt neutral verhalten oder sich auf die Seite einer der Kriegsparteien stellen? In Rußland (ohne die GUS-Staaten der ehem. Sowjetunion) leben ca. 25 Mio. Muslime, was ungefähr 14 v.H. der Gesamtbevölkerung entspricht, die nach dem Fall des Kommunismus ihre Religion wieder ziemlich frei praktizieren können. Und auf einem Streifzug durch „Google-earth“ kann man bei nicht wenigen verschiedenen russischen Städten Bilder von neu errichteten Moscheen finden. In der „islamischen“ Hauptstadt Kazan von Tatarstan befindet sich diese weithin sichtbare Moschee in der Altstadt innerhalb der Kremlmauern. In den arabischen Ländern jedenfalls sympathisiert der Großteil der Bevölkerung im Konfliktfall um Georgien mit Rußland. Doch was ist, wenn die Russen tatsächlich die Türkei besetzen sollten? Vermutlich könnte dies letzlich die Befreiung dieses Landes von dem bisher herrschenden islamfeindlichen säkularistischen System bewirken, womit ein solches Ereignis auch seine positive Seite haben könnte. Und vielleicht bleiben die Russen auch nur solange, bis die Achse des Bösen (USA, Großbritannien, Israel mit ihren Vasallen) und die NATO zusammengebrochen sind.

  7. Rudolf Reshad SteinmetzAugust 25, 2008 @ 08:09 AM

    Folgende “Agenda des Teufels” möge zur Klärung beitragen:

    1. Ab dem 16. Jahrhundert kommt es in Europa zu Massenauswanderung nach Nordamerika, alias Neuengland, größtenteils britische Kronkolonien. Mit der Unabhängigkeitserklärung von 1783 in Versailles (siehe Islampress: Der EU-Vertrag u. d. vorauseilende Selbstentmannung des deutschen Parlaments) entstehen die USA als erster Nationalstaat der Welt. Das erste Massenprodukt der USA ist der Peacemaker, ein 6-schüssiger Colt, Hauptinstrument, zur Ermordung von rund 40 Millionen Indianer nebst Büffel. Danach bezahlen Millionen schwarzer Sklaven mit ihrem Blut für die Prosperität der USA (siehe: Eric Frey, Schwarzbuch USA, Frankfurt 2004).

    2. Neben dem Blut der Indianer und das der Sklaven, ist das Erdöl, das “Blut des Teufels”, der Treibstoff für die Macht der USA. Die Rockefellers sind dabei die mächtigste Petrol-Dynastie. Sie dominieren über Mega-Netzwerke Wirtschaft und Politik der USA, sowie über brutales Monopol-Marketing die restliche Welt (s. Hermann Ploppa, Der Klub der “Weisen Männer” 19.08.2008 www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28513/1.html). In “The Rockefeller File” von Gary Allen (dtsch: Die Rockefeller Papiere, Wiesbaden 1976) ist die Weltherrschaftsstrategie des Clans dokumentiert: totale Kontrolle über Energie, Bildung, Gesundheit und Ernährung sowie rassistische Auslese, ohne sich an Gesetze zu halten (s. F. William Engdahl, Der Tresor des j?ngsten Gerichts, Gates, Rockefeller und die GMO-Giganten wissen mehr als wir, www.steinbergrecherche.com/08saatgutbank.htm). Der Kongreßabgeordnete Larry P. McDonald, der das Vorwort zu “Rockefeller File” verfasste, und den Komplott kongreßöffentlich machen wollte, wurde 1983 in einem Jet der Korea Airline (KAL 007) mit 270 Menschen an Bord über der Insel Sachalin von einer sowetrussischen Rakete abgeschossen (s. Armin Risi, Machtwechsel auf der Erde, München 2007, Seite 301).

    4. Durch die beiden Weltkriege, den Mauerfall, sowie den Bosnien-Krieg, wird Europa, in Folge dann durch den Anschlag vom 9.11. in New York (dann Irak, Afghanistan, nun Georgien) der Rest der Welt, insbesondere der “öl-reiche” Islam unter US-Hegemonie gebraucht. Dabei spielt der “Aufmerksamkeitsdiebstahl” mittels Hitlermaschine (Fernsehen & Computer) und Hitlermaschinchen (Handy) eine enorme Rolle.

    5. Armageddon, die große Reinigungsaktion, läuft Hand in Hand damit. Denn wo das Teil ist, da ist auch sein Gegenteil, und wo die Dunkelheit wächst, da wächst auch das Licht (doch die meisten sehen es nicht!). Ob die Russen nun Istanbul militärisch besetzen oder nicht, ist m.E. nicht entscheident, weil ohnehin (neben den Öl-Scheichs) die steinreichen Russen-Oligarchen mit ihren Geldkoffern in Istanbul, Larnaka oder Garmisch-Partenkirchen die Einheimischen vertreiben und das Land aufkaufen. Viel wichtiger ist es, S.E. zu kapieren, statt ihn zu kopieren. Denn alles, was Maulana sagt hat mehrere Ebenen, je nach Verstand und Wissen. Für mich deckt es sich u.a. kongruent mit dem, was Ivan Illich (den ich persönlich kannte) herausgefunden hat. Illich war ein brillianter Denker und katholischer Priester, der – vom Vatikan verfolgt – zuletzt an der Uni Bremen lehrte, und den eine Frage umtrieb: Warum ist meine Kirche so korrupt (d.h. verlogen, nicht aufrichtig)? Denn, so Illich, wird das Beste, was dem Menschen angeboten ist, korrumpiert, entsteht daraus das Allerböseste überhaupt, einschliesslich Inquisition, Hexenverbrennungen und Auschwitz. Und die US-Amerikaner sind römisch-lateinisch geprägte Europäer, somit liegt das Ursprungsproblem in Europa, denn: Die Kirche ist Europa und Europa ist die Kirche! (s. Ivan Illich, In den Flüssen nördlich der Zukunft. Letzte Gespräche über Religion, und Gesellschaft mit David Cayle, München 2006). Worin besteht diese Korruption im Kern, und was ist daher die Ur-Sache von Georgien? Jesus brachte psychospirituelles Wissen (also Tariqat!), womit der Mensch sein Ego kontrollieren kann und den Weg “zum Vater im Himmel” zurückfindet. Dieses wurde von der Kirche in ein Schuld-Sühne-Programm umgemünzt, das den Menschen aus seiner Verantwortung weitgehent entlässt, denn: außerhalb der Kirche kein Heil – alles andere wird verbrannt! Und das ist der beste Boden für Fundamentalismus, denn: Der Fundamentalist ist ohne spirituelles Fundament, der das Ego der anderen bekämpft, statt sein eigenes. Was aber nun keineswegs bedeutet, daß es auch innerhalb der korrupten Kirche keine authentischen Heiligen gibt, oder innerhalb des Islams keine Korruption. Und merke: wer betet schießt nicht, und wer schießt, betet nicht. Und Allah weiß es besser.

  8. IbrahimAugust 25, 2008 @ 09:13 AM

    Ich denke der einzige Grund, weshalb man mit Russland sympathisiseren kann ist die Gegnerschaft zu den USA. Ansonsten glaube ich nicht, dass der russische Staatsapparat gutgeheißen werden kann, weder aus islamischer noch aus sonst irgendeiner Perspektive. Die betreiben letztlich dieselbe Machtpolitik wie die USA nur momentan – aufgrund der Kräfteverhältnisse – noch auf kleinerer Flamme und – allein das lässt sie bisweilen sympathisch wirken – eben als Gegenpart zu USA & Verbündeten.

  9. Abdul MajidAugust 25, 2008 @ 10:53 AM

    Salamu aleikum lieber Salim,

    Am Vorabend des Friedensmonats Ramadan über die kriegerischen Absichten und Finten der beiden Supermächte zu mutmaßen ist sicher nicht unsere Aufgabe.
    Weshalb ich auf Deinen Beitrag antwortete und meine Einschätzungen abgab, lag an zweierlei:
    Erstens freue ich mich über Nachrichten, die mich daran erinnern, dass bald die Zeit von Mahdi und Isa Aleihis Salam beginnen wird. Tag um Tag kommen wir dieser gesegneten Zeit näher.
    Und zweitens beobachte ich schon seit geraumer Zeit die Handlungen des amerikanischen und russischen Militärs in dieser Kaukasusregion, um eben mögliche Anzeichen für diese Prophezeihung zu entschlüsseln.

    Du hattest nach Wissen gefragt, und das gebe ich zu, habe ich nicht, nur meine Einschätzungen der Situation habe ich abgegeben.

    Abdul Majid

  10. Karl-Heinz WeingartzAugust 26, 2008 @ 07:02 AM

    Empfehlungen für den Widerstand (gewaltfreier Widerstand, Steuerboykott und sozialer Widerstand)

    Lieber Abud,
    Deine Frage vom 24.08.2008 nach den Möglichkeiten, als Muslim auf die Besetzung Deines Herkunftslandes zu reagieren, beantworte ich kurz damit, dass ich Aktionen des gewaltfreien Widerstandes hier in der Bundesrepublik oder im Lande des Aggressors empfehle.
    Um den Widerstand zu verschärfen, gibt es die Möglichkeit des legalen Steuerboykottes. Beim Steuerboykott werden die Steuern nicht an die Finanzbehörden, sondern bis zur Behebung der Missstände bzw. Ende der Besetzung auf ein Sperrkonto abgeführt. Es kann nicht sein, dass Muslime mit ihren Steuern Kriege und den militärisch durchorganisierten Massenmord an ihren Glaubensbrüdern finanzieren müssen und so Blutschuld an deren Tod auf sich laden sollen.
    Der soziale Widerstand ist eine weitere Schärfung des Widerstandes.
    Im Gegensatz zur militärischen Verteidigung und spontanen Gewalt setzt die soziale Verteidigung nicht auf einen hohen Eintrittspreis für den inneren oder äußeren Aggressor in den Konflikt, sondern einen hohen Aufenthaltspreis, weil die Bevölkerung jede Zusammenarbeit mit dem Feind verweigert, ihn mit Scheinkooperationen narrt und so zu einer ruinösen Besatzung oder Repression zwingt. Bei der sozialen Verteidigung ist daher auch nicht der Streik oder der gewaltfreie Widerstand, sondern die “dynamische Weiterarbeit ohne Kollaboration mit dem inneren und äußeren Feind” die Grundform des Kampfes.
    Generell gilt, dass es erfolgreicher ist, den Widerstand zu verbreitern als zu radikalisieren. Einmal weil man so den Widerstand nicht in ein gewaltfreies und ein gewaltbereites Lager spaltet und sodann weil ein gewaltfreier Widerstand es auch anderen Gruppen aus dem bürgerlichen Lager gestattet, sich dem Protest anzuschließen. Die Vielzahl unterschiedlicher Gruppen erschwert es dem Staat zudem, die “innere Logik” des Widerstandes zu knacken, über die Mainstreammedien zu kriminalisieren und anschließend mit überlegener Polizeitechnik zu zerschlagen.

    Der gewaltfreie Widerstand ist nur dann ein überzeugender Ersatz für militärische oder spontane Gegengewalt, wenn er von den breiten Massen der Bevölkerung mitgetragen wird, von den Medien und Politikern in anderen Ländern unterstützt wird und Hoffnung besteht, dass sich auch die Friedenskräfte im gegnerischen Land mit ihm solidarisieren.
    Wer wie die Zionisten und ihre faschistischen (Hinweis auf Faschismus als Koporativismus von Plutokratie bzw. Superreichen und Staatsapparaten zur machtpolitischen Durchsetzung von eigensüchtigen und direkt antisozialen Herrschaftinteressen, vgl. auch “Hure” und “Tier” in der Offenbarung des Johannes: Offb.17,1ff,14-18 u. 18,1ff,21-24) Helfershelfer in den westlichen Industrienationen einem Landräuber-Regime ohne die drei konstituierenden Elemente eines jeden Nationalstaates (Verfassung, Grenzen und Staatsvolk) ein “Existenzrecht” zuerkennt und nicht nur das Widerstandsrecht der vertriebenen und besetzten Bevölkerung, sondern auch deren “Existenzrecht” leugnet, der betreibt Völkermord und dem sage ich zusätzlich auf den Kopf die offene Verhöhnung der Opfer zu, wenn er von diesen ein Ende der Gewalt einfordert.
    Wenn ich es an dieser Stelle dennoch wage, auch gewaltfreie Formen des Widerstandes anzusprechen, so um die Politiker und Meinungsführer im Westen an ihre Pflicht zur Unterstützung der paläsinensischen Bevölkerung zu erinnern. Nur wenn sie sich machtvoll für das Existenzrecht der bedrängten Palästinenser einsetzen, kommt es ihnen zu, ein Ende der Gewalt von den Opfern der latenten israelischen Militäraggression einzufordern und das Wort “Gewaltlosigkeit” ohne Selbstverdammung in den Mund zu nehmen. Wer ohne machtvolle Unterstützung und ohne Analyse der wahren Gründe der Gewalt im Nahen Osten den Opfern das Recht zum Widerstand abspricht, verhält sich nicht anders als die Nazis bei der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto und steht damit in ungebrochener Tradition mit den deutschen Faschisten, die bisher leider nie für ihre Verbrechen wider die Menschlichkeit bestraft wurden, sich darum heute so feige hinter den damaligen Opfern verstecken können und andere stellvertretend für ihre Untaten büßen lassen möchten.
    Weiterer Grund ist natürlich der faktische Realismus: Wenn der gewaltsame Widerstand mehr schadet als nutzt und auf Seiten der Opfer einen ungleich höheren Blutzoll fordert als auf Seiten der Gegner, dann sollten auch die Opfer im eigenen Überlebensinteresse ihre Strategie zumindest einmal überdenken.
    Selbst im schlechtesten aller Fälle ist es besser als Gerechter zu sterben und sei es schon nur aus dem Grund heraus, um dem Gegner in langer Generationenfolge das von diesem verübte Unrecht als Fluch für dessen künftige Generationen aufzuladen. Hätte sich Jesus von Nazareth seiner Festnahme mit Gewalt entzogen, er wäre ebenso wie viele Strauchdiebe am Kreuz geendet und längst vergessen. So aber bezahlten die Juden den Mord an einem Gerechten im weiteren Verlauf der Geschichte millionenfach. Und das nicht einmal, weil ein Gerechter die verdiente Strafe an ihnen vollstreckt hätte, sondern Ungerechte, die keinen Deut besser waren als sie selbst.

    Spätestens an dieser Stelle stellt sich – völlig unabhängig von jeder moralischen Bewertung – die Frage nach den Erfolgsaussichten revolutionärer Gegengewalt:
    Schon Mahatma Gandhi hatte zwischen der “Gewaltlosigkeit der Starken” (Anm.: aus Überzeugung) und der “Gewaltlosigkeit der Schwachen” (Anm.: aufgrund von Ohnmacht und Resignation) unterschieden und erklärt, dass er zur Gewalt rate, wenn die Gewaltlosigkeit nicht wirklich der innersten Überzeugung entspreche und nur so auch Kraft zum weiteren Widerstand und zum Erdulden von Repression gebe.
    Andererseits sah Gandhi eine enge Verbindung von Zielen und Mitteln und glaubte nicht daran, eine menschlichere Gesellschaft mit den Mitteln der Gewalt gründen zu können. Die Geschichte der gewaltsamen Revolutionen, deren Opfer, aber auch die Verfeindung und Gemetzel rivalisierender Befreiungsbewegungen scheinen Gandhi Recht zu geben. Meistens führten gewaltsame Revolutionen und Umstürze dazu, dass nur eine Führungsschicht gegen eine andere ausgetauscht wurde und sich trotz des hohen Blutzolls für die Bevölkerung wenig änderte. In einer Vielzahl der Fälle profitierten Diktatoren und Besatzer sogar davon, dass sich rivalisierende Widerstandsbewegungen gegenseitig massakrierten oder gegenseitig ihrem gemeinsamen Feind ans Messer lieferten.
    Jene unheilvolle Eigendynamik liegt schon in den Strukturen revolutionärer Kampfverbände begründet. Einmal Mitglied wird man Mitglied auf Lebenszeit. Die Illegalität gestattet es weder “auszusteigen” noch “abweichende Meinungen zu äußern”. Schon nur im eigenen Überlebensinteresse muss die Gruppe mit vermeintlichen oder tatsächlichen Verrätern “kurzen Prozess machen” und diese liquidieren. Diese jahre- oder jahrzehntelange Verrohung und das Misstrauen sogar gegenüber den engsten Kampfgefährten kann sogar im Falle eines äußerst unwahrscheinlichen Sieges nicht ohne Folgen für die eigene Gesellschaftsutopie und das neue Gemeinwesen bleiben.
    Natürlich halten die Vertreter der gewaltbereiten Befreiungsbewegungen dieser Sicht die angeblichen Erfolge einiger Guerilla-Bewegungen entgegen. Nüchtern betrachtet aber bleibt der Fakt, dass die weitgehend gewaltfreie Befreiung von damals über 300 Millionen Indern knapp 6.000 Opfer auf Seiten der Kämpfer forderte, die Russische und die Chinesische Revolution aber Millionen Todesopfer und Diktaturen hinterließen. Sogar der algerische Befreiungskampf forderte bei einem Bruchteil der Bevölkerung einen dreißigfachen Blutzoll.
    Zuguterletzt ist bei gewaltsamen Lösungen zu hinterfragen, ob diese im Gegensatz zu den sozialromatischen Verklärungen in den modernen Industriegesellschaften oder im dichtbesiedelten Gaza überhaupt erfolgreich sein können:
    Russische, chinesische und vietnamesische Freiheitskämpfer hatten weite Rückzugsgebiete oder konnten im Dschungel unerkannt und blitzartig zuschlagen. Ghettorevolten brechen meist schon nach der Unterbrechung der Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser und Energie zusammen und schädigen die eigenen Leute meist mehr als den Gegner. Maos Vision von Revolutionären, die sich “wie Fische im Wasser inmitten der Bevölkerung bewegen” sollen, verkehrt sich in den Industriegesellschaften oder Ghettos rasch ins Gegenteil und die Guerillas vergiften unfreiwillig das Wasser, in dem sie und ihre Bevölkerungsgruppen zugrunde geht. Schon nur die Lahmlegung der öffentlichen Versorgungsstrukturen kann einem Genozid durch Hunger, Seuchen und Massentod gleichkommen.

    Mit Ausnahme eines tatsächlichen Eingreifen Gottes sehe ich daher den sozialen Widerstand als eine geeignete Kampfmaßnahme:
    Im Gegensatz zur militärischen Verteidigung und spontanen Gewalt setzt die soziale Verteidigung nicht auf einen hohen Eintrittspreis für den inneren oder äußeren Aggressor in den Konflikt, sondern einen hohen Aufenthaltspreis, weil die Bevölkerung jede Zusammenarbeit mit dem Feind verweigert, ihn mit Scheinkooperationen narrt und so zu einer ruinösen Besatzung oder Repression zwingt. Bei der sozialen Verteidigung ist daher auch nicht der Streik oder der gewaltfreie Widerstand, sondern die “dynamische Weiterarbeit ohne Kollaboration mit dem inneren und äußeren Feind” die Grundform des Widerstandes.
    Der Vietcong war darum so erfolgreich, weil er neben der Guerillataktik, die allerdings hohe Opfer forderte, zumindest begleitend auch die Strategie des sozialen Widerstandes anwandte. Kein Yankee wußte, ob er Freund oder Feind vor sich hatte. Nach außen ging die Zivilbevölkerung emsig ihren Tagesgeschäften nach, winkte lachend den GIs zu und schmuggelten hinter deren Rücken Waffen, bedienten sich in den Waffenlagern ihrer Feinde, tranken mit ihnen und schnitten bei passender Gelegenheit dem ein oder anderen “weissen Teufel” auch mal die Kehle durch. Na ja, ganz soweit muss es ja nicht gehen.
    Natürlich erfordert der soziale Widerstand einen hohen Grad an Selbstorganisation der Bevölkerung, eine systematische Schulung in der Theorie und Praxis der Kampftechnik sowie eine sehr hohe Disziplin. Dafür dürfte sie zugleich die effizienteste Widerstandsform sein und zudem die größte Akzeptanz und Bewunderung sogar bei ausländischen Politikern und Meinungsführern sowie in der gegnerischen Bevölkerung genießen. Zumal Strategie und Strukturen bei ernsteren Gefahren auch einen direkten Wechsel zur spontanen Gewalt oder durchorganisiert militärischen Verteidigung und umgekehrt gestatten.
    Damit stehen die soziale Verteidigung und der gewaltlose gewaltlose Widerstand nicht einmal im Widerspruch zur spontanen oder militärischen Selbstverteidigung, im Gegenteil, sie erweitert das Handlungsspektrum.
    Welche Panik vermag beispielsweise schon nur die Lieferung von Pampers-Pisshosen auszulösen, wenn die Killer- und Schlägertrupps des Besatzers vor dem Einsatz Munition oder nach einem blutigen Schlagabtausch dringend Blutkonserven benötigen. Solche und andere Schreckensnachrichten in den Mainstreammedien – und hier ist die Fantasie der Kämpfer gefragt – sorgen sogar für Anerkennung und Sympathien in der gegnerischen Bevölkerung und dynamisieren den Widerstand über die Landesgrenzen hinweg rasch in das Land des Aggressors. Ja, sogar der Besatzungssoldat ist nicht der eigentliche Feind, um ihm Gelegenheit zu geben, überzulaufen und die Front zu wechseln. Feindbilder sind immer kontraproduktiv.
    Wie jede Volksbefreiungsaktion sollte auch die soziale Verteidigung und sogar der militärische Widerstand und das Sterben immer mit der nötigen Indifferenz und fröhlich wie ein Volksfest zelebriert werden. Beispielhaft hierfür die Rachekultur der indischen Sikhs:
    Im Falle einer Mordtat an einem Verwandten diente der Rächer erst 20 Jahre lang unerkannt dem Mörder, um diesen kennenzulernen, seine Gewohnheiten zu studieren, alle Hintergründe zu erfahren und im Endstadium alles vorzubereiten für eine mitunter jahrzehntelange Bejagung und Folterung des Täters. Das hatte auch einen transzendenten Grund. Sich nämlich den Täter für immerdar als recht- und willenlosen, aber dienstbaren Blutsklaven zu unterwerfen. Einen Feind im blinden Affekt rasch oder gar hinterrücks ohne jegliche Leidenserfahrung zu töten, hätte weder das Opfer ins diesseitige Leben zurückgebracht, noch die eigenen Rachegelüste wirklich befriedigt.

    In Palästina würde ich aus den zuvor genannten Gründen die Strategie des sozialen Widerstandes bevorzugen. Und notfalls sogar massenhaft in die Länder der israelischen Unterstützernationen umsiedeln und diesen so den Preis für die Unterstütztung des iraelischen Landräuberregimes aufbürden. Die Pläne der Zionisten sind so selbstmörderisch, dass das geplante Großisrael spätestens dann in der selbstverschuldeten Vernichtung enden muss, wenn die zionistischen Extremisten vermeintlich Erfolg haben und weitere Länder in Nahost angreifen. Nicht einmal eine starke israelische Regierung vermag ihre Extremisten dann von den verhängnisvollen letzten Schritten ins Feuer abzuhalten. Soweit das Gebiet dann nicht radioaktiv verseucht ist, kann man das Land anschließend wieder – und das sogar friedlich – in Besitz nehmen.

    Leseempfehlungen zum Gewaltfreien Widerstand und zur Sozialen Verteidigung:
    Theodor Ebert, Gewaltfreier Widerstand – Alternative zum Bürgerkrieg, Waldkircher Verlag, 3. Aufl. 1983
    Derselbe, Soziale Verteidigung Bd. 1 u. 2, Waldkircher Verlag, 2. Aufl. 1982 u.1983.
    Es gibt sicherlich aktuellere Auflagen und auch neuere Aufsätze von Herrn Prof. Ebert im Weltnetz.

    Zum Legalität eines Steuerboykottes merke ich an, dass die Bundesrepublik nicht einmal eine völkerrechtliche Legitimation und damit auch keine Gesetzes- und Steuerhoheit hat:
    Mit der Streichung des Artikels 23 am 17.07.1990 ist nicht nur das Grundgesetz, sondern auch die Bundesrepublik als nur für den Übergang vorgesehenes provisorisches Staatsgebilde erloschen.
    In der Folge ist auch der sog. Einigungsvertrag hinfällig, da BRD und DDR als untergegangene Staaten gar keinen völkerrechtlich gültigen Einigungsvertrag haben schließen können.
    Da sich die amtierende Bundesregierung bei ihren Regierungsgeschäften nicht auf eine vom Volk in freier Wahl angenommene Verfassung stützen kann, gilt das derzeitige Staats(un)wesen völkerrechtlich als Diktatur.
    Auch sind alle von der Regierung und den Behörden getätigten Rechtsgeschäfte und Verwaltungsakte einschließlich aller Steuer- und Gebührenerhebungen rechtswidrig und ungültig, was garantiert noch die Geltendmachung unabsehbarer Rückforderungs- und Schadensersatzansprüche vor unabhängigen internationalen Gerichten oder bspw. vor den unab-
    hängigen Gerichten der europäischen Schutzmacht Russland zur Folge haben wird.
    Die Materie ist tatsächlich so hochbrisant, dass diverse kommissarische Reichsregierungen im Weltnetz nicht nur amtliche Legitimationspapiere eines irgendgearteten Deutschen Reiches feilbieten und bundesdeutsche Gerichte sogar entgegen den eigenen sie legitimierenden Prozessordnungen Verfahren eingestellt haben (AG Kamenz 3 OWi 140 Js 6734/02), sondern
    die bürgerlichen Lizenzparteien die EU-Verfassung sogar am Volk vorbei etablieren wollten, um die fehlende staats- und völkerrechtliche Legitimation ihres eigenen Staats- und Parteienwesens zu heilen.
    Der EU-Reformvertrag aber ist von den nationalen Regierungen noch nicht umgesetzt worden und damit noch kein nationales Recht.
    Wie sehr die ungeklärten Verfassungsfragen auch der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland abträglich sind, erklärt sich nicht zuletzt aus dem Umstand, dass alle Grundstücksverkäufe im rechtsfreien Gebiet der untergegangenen Bundesrepublik nach dem 18.07.1990 ungültig sein sollen. Gemäß der Alliierten Kommandatur Berlin vom 21.02.1947 sind
    Grundbuchänderungen nur mit Zustimmung der alliierten Behörden möglich (BK/O 47/50).
    Dies gilt dann im Besonderen nach der Auflösung des besatzungsrechtlichen Provisorium Bundesrepublik Deutschland“ ab dem 18.07.1990. Die Protokollerklärung zum Einigungsvertrag belegt zudem zweifelsfrei, dass sich die Vertragspartner damals sehr wohl der Fortgeltung
    alliierten Rechtes und auch der weiterhin ausstehenden Einheit von Deutschland als Ganzem bewußt waren.
    Ausdrücklich hatte so das Sozialgericht Berlin im Urteil einer Negationsklage vom 19.05.1992 (Az.: S 56 Ar 239/92) festgestellt, dass der sogenannte Einigungsvertrag vom 31.08.1990 (BGBl. 1990, Teil II, S. 890) ungültig sei, da man nicht zu etwas beitreten kann, was bereits am 17.07.1990 aufgelöst worden sei.

    Es wirkt oft schon “Wunder”, den Staat bei Gerichtsverfahren u.a. auf diese Verfassungsmängel der Bundesrepublik hinzuweisen, insbesondere wenn eine Gruppe Medienunterstützung hat.

    Mit herzlichen Grüßen:
    Karl-Heinz Weingartz
    53757 Sankt Augustin

  11. IngeAugust 26, 2008 @ 07:23 AM

    Zum Thema Türkei und mögliches Szenario für einen Einmarsch Russlands, habe ich einen Link gefunden: http://www.duckhome.de/tb/archives/3299-Statusbericht-zum-Dritten-Weltkrieg.html
    Den Bericht lesen, da wird Einiges klarer.
    Gruss Inge

  12. Rudolf Reshad SteinmetzAugust 29, 2008 @ 05:11 AM

    Weshalb Barak Obama kein Heilsbringer ist:
    Laut Meinungsumfragen sehen über 70 % aller Bundesdeutschen in Obama als US-Präsident einen neuen Heilsbringer. Tatsächlich aber ist er das genaue Gegenteil. Als medial gestylte Marionette des mächtig einflussreichen Zbigniew Brzezinski (siehe Islam-Press: ARD-Tagesschau im Info-Krieg 1) sowie des Rockefell-Clans wird er genau dasselbe machen, wie Geoerg Walker Bush, nur perfekter und komplette ferngesteuert, garniert mit einem Lächeln, auf das ARD-betäubte Konsumente leicht hereinfallen, siehe: Webster Griffin Tarplay, Barak Obam, Kopp-Verlag, Rottenburg 2008; (siehe auch von US-Insider und Autor) F. William Engdahl, Apokalypse Jetzt!, Washingtons geheime Geopolitik, Kopp-Verlag, Rottenburg 2008 (Vorsicht: nicht alle Produkte des Kopp-Verlages sind koscher.)
    Noch eine Bemerkung zu Karl-Heinz Weingartz:
    der nach spiritueller Auffassung effektrivste gewaltfreier Widerstand ist das aufrichtige Gebet. Das ist einer der wichtigsten Lehren aus dem Krieg in Bosnien, und solange die Bosniaken stattdessen ihr Heil in Coca Cola suchen, werden sie nicht auf die Füsse kommen.

  13. IngeAugust 29, 2008 @ 11:41 AM

    Salaam aleikum
    Den Friedensgruss haben wir sehr notwendig. Es ist viel einfacher, mit dem Grund zum Einmarsch in die Türkei, meine ich.
    Denn, Russland besteht anscheinend darauf, dass die Konvention von Montruex eingehalten wird, also, dass die amerikanischen Kriegsschiffe sich nur 21 Tage lang im Schwarzen Meer aufhalten dürfen.
    Diese Konvention von Montreux beinhaltet Regelungen zum Status der Dardanellen und des Bosporus, und gilt seit 1936.
    Anscheinend sagte der stellvertretende Militärchef, dass er die Türkei verantwortlich machen werde, wenn die Schiffe in 21 Tagen nicht weg sind.
    So können Kriege beginnen, so simpel…
    Was danach alles passieren könnte, kann man sich eventuell vorstellen.
    Gruss Inge

  14. RainerSeptember 15, 2008 @ 09:20 PM

    Einen Einmarsch der Russen in die Türkei halte ich für absolut unwahrscheinlich. Ich glaube auch nicht an solche Vorhersagen, da ich nicht abergläubig bin. Man sollte sich auch im Klaren darüber sein, dass man mit solchen Prophezeiungen etwas in die Welt bringt was diese Mutmaßung dann auch leichter zur Realität werden lässt. Man sollte sich also überlegen, ob man dies sich für die Welt wünschen sollte. Ich und die meisten anderen Menschen würden sich dies wo uberhaupt nicht wünschen. In der Psychologie spricht man von Self-fulfilling Prozessen. Dies sind Prozesse zirkulärer Verstärkungen. Ein indischer Meister mit dem Namen Swami Vivekananda, er war der bedeutendste Schüler Rama Krischnas, sagte einmal: “Stehe ab vom Aberglaube. Ein wahrer Gottgläubiger braucht keine Krücken.” Ich schreibe dies hier, um deutlich zu machen, welche Gefahren diese Form des Aberglaubens hat. Würde es wirklich wer wissen, so würde er es wahrscheinlich nicht mitteilen, da es für die Menschheit kein Segen wäre. Ich danke Ihnen.

  15. Weltapostel von BalkanSeptember 17, 2008 @ 06:18 PM

    >>Krieg und Frieden<<
    Georgien hat Texas-Kauboj Bush(leider noch USA presidänt, “Scwarze-Kennedy” Obama kommt bald!)zum Krieg gegen Russland Angestieftet? Pleitegeier von USA Banken, versucht durch Krieg noch etwas zu reten? Nur “Marsmenschen” können dass aber nicht die
    Kriegstreiber und Tyranen wie Hitler, Staljin und Bush(Besizt Ül Firma die in Irak Blutigegeld macht!).

    Beweis – US-Kräfte haben Georgier in Sabotage ausgebildet;

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

  16. Rudolf Reshad steinmetzSeptember 20, 2008 @ 10:19 AM

    Putin ist kein Heiliger – hierzu sehr lesenswert: Martin Schwarz, Wer profitiert vom russisch-georgischen Krieg? Sterben für Israels Pipeline-Interessen, Eiserne Krone, 16. August 2008 WebSite: http://eisernekrone.blogspot.com/2008/08/wer-profitiert-vom-russisch-georgischen.html

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