
Selten habe ich einen dermaßen hinterhältig-herablassend geschriebenen Artikel zu Gesicht bekommen wie den, mit dem Zlatan Alihodzic unter dem Titel «Von rings nach lechts» in der WAZ vom 1. August 2008 die Gruppe “Die Bandbreite” aufs übelste niederzumachen versucht.
Ob es im Untertitel heißt: «Trotz ihres Hanges zu Verschwörungstheorien soll die Gruppe Die Bandbreite Im Kulturzentrum `Parkhaus´ auftreten» oder getönt wird, die Gruppe fände mit einigen ihrer Texte «auch bei Neonazis großen Anklang» oder sie insgesamt in die Nähe des Holocaust-Leugners Ahmadinedschad gestellt wird: immer geschehen Verleumdung und Ehrherabsetzung nicht in der klaren Form eines assertorischen Urteils – dieses wäre sogleich als völlig unbegründet bzw. falsch erkannt -, sondern unerquicklich von hinten herum in Form des je bloß zart Angedeuteten, in Form des schnöselhaft Suggestiven. Das ist es, was diesen Artikel so niederträchtig und so ekelhaft macht.
Es sieht insgesamt ganz so aus, als solle die Gruppe dafür abgestraft werden, daß sie in ihrem Song «Selbst gemacht» die Vorgänge des 11. September als einen Insiderjob deutet. Daß sehr vieles wenn nicht alles für diese Deutung spricht, hatte schon Andreas von Bülow herausgefunden. Daß sein Buch im SPIEGEL, dem Flaggschiff einer bestimmten Meinungsmache, so ungeheuer dreist, intrigant und ignorant niedergemacht wurde, war mir damals Anlaß gewesen, mich von solcher Art des Mainstream-Journalismus und einer geradezu tollwutartigen Weise übeltäterischen Schreibens durch Aufkündigung des Abos zu trennen (siehe hier).
Und wie damals der SPIEGEL das Buch von Andreas von Bülow über die Verstrickung der CIA in den 11. September unter dem Titel eines «Panoptikum des Absurden» niedergemacht hatte, so müht sich im aktuellen Falle auch Zlatan Alihodzic nach Kräften, die Gruppe `Die Bandbreite´, wo es nur geht, herabzusetzen, wenn er beispielsweise mit Blick auf Marcel Wojnarowicz schreibt: «Seine intellektuell offenkundig eher schlichte, von historischen Fakten unbelastete Gedankenwelt bricht sich hier in Verschwörungstheorien Bahn.» Dieses Statement wird als auf gleich mehrfache Weise unverschämt erkennbar, wenn man sich einmal klarmacht, daß es gerade Tausende und aber Tausende von Fakten waren, die die regierungsamtliche Erklärung jener Vorgänge um den 11. September als unhaltbar erwiesen hatten. Aber über Fakten wie beispielsweise das des rätselhaften Einsturzes des dritten Towers scheinen Intriganten nicht gern zu sprechen. Sie brauchen das von Fakten unberührte Nebelhafte des rein Suggestiven.
So ist es denn auch nicht bloß herabsetzend, sondern in wundersam erhellender Weise daneben, wenn Kritiker Zlatan Alihodzic der Gruppe in diesem Punkt «Pseudowissenschaftlichkeit» vorwirft. Denn das ist der Sache nicht etwa deshalb unzutreffend, weil die Gruppe sehr wohl wissenschaftlich verfahren wäre, sondern weil es sich in diesen Grundfragen wie beim erwähnten dritten Turme vor aller Wissenschaft wesentlich um bloße Fakten dreht. Anders gesagt: Wo man nur hinzugucken hat, da braucht es keine Wissenschaft. Aber das Pochen auf Wissenschaftlichkeit ist ja gar nicht ernst gemeint und kann es nicht sein, ist doch das Rügen ihres Mangels nur ein Mittel der Herabsetzung. Es ist genau so, wie wenn der berufene Kritiker mal im Vorübergehen von einem «belanglosen Titel“ oder mit unendlich herablassendem Gestus davon spricht, der angekündigte Auftritt der Bandbreite im Meidericher Kulturzentrum sei «musikalisch recht (!!) uninteressant».
Die spannende Frage lautet: War es hier der Schreiber selbst – Zlatan, der schwarze Rächer gewissermaßen -, der aus eigenem Antrieb seine Injurien in Gang setzte, oder ist diese Philippika vielleicht eine Auftragsarbeit? – Beides kann in eins gedacht werden, wenn man sich eine Art vorauseilenden Gehorsam mit der Hoffnung auf Belohnung denkt, Grundeinstellung einer ganzen Zunft sich prosituierender Schreiberlinge des Mainstream-Journalismus. Und die führen sich dann wie bestallte Richter auf, die darüber wachen, daß die monotone Hauptstraße dessen, was jeder denkt oder zu denken hätte, nur ja nicht verlassen wird. Im Falle dessen, daß doch, wird bestraft, gerügt oder bemäkelt, beispielsweise, daß die Gruppe «trotz ihres Hanges zu Verschwörungstheorien» irgendwo auftreten darf. Berufsverbot für Selbstdenker, das ist es, was da auf uns zukommt.
Ein überzogener Ernst indes und eine übertriebene Bemühtheit scheinen den Kritiker hier weniger als korrupt denn als schlicht unfähig zu entlarven. Den Hitler-Sketch als «sexualpsychologische» Deutung in einem platten Sinne ernst zu nehmen, widerspricht seinem Charakter als Kunst. Und wenn es über Marcel Wojnarowicz heißt «So berichtet er in der musikalischen Notbremse mit dem Titel “Kein Sex mit Nazis” über Hitlers homoerotische Neigungen – und dass deren Nichterfüllung Ursache für sein Handeln gewesen sei.», kann man sich nur an den Kopf fassen und darauf verweisen, daß es sich bei dem Stück und seinen Facetten überhaupt nicht um etwas dreht, das «berichtet» werden könnte. Hatte der Kritiker zuvor die Fakten um den 11. September zur Phantasie erklärt, erklärt er nun Phantastisches zum physischen Ereignis und Kunst zum Ding. Den Unterschied allerdings, der zwischen ihnen waltet, sollte einer kennen, der in Sachen Kultur schreibt, will er nicht als einer auffallen, der den Bock melkt und noch das Sieb darunter hält.
Nein, das ist zuviel des Schlechten: Intrigant, herabsetzend und noch unfähig. Doch irgendwie scheint es zu passen.
Wie dem auch sei. Ich empfehle der Bandbreite, die Erstattung einer Strafanzeige wegen übler Nachrede zu prüfen. Der WAZ-Redaktion empfehle ich, den Herrn Zlatan Alihodzic fristlos zu entlassen oder künftig zu eher harmlosen Themen der Lokalredaktion wie «Das Altenwerk feiert sein Frühlingsfest» abzuordnen.
Den Abonnenten dieses Blattes aber empfehle ich, die Redaktion der WAZ aufzufordern, sich von jenen dummen Frechheiten des Herrn Alihodzic zu distanzieren, und, falls das nicht geschieht, das Abo aufzukündigen. Ein solch unfairer mit den Mitteln bloßer Suggestion arbeitender Schmierenjournalismus wie der des Herrn Zlatan Alihodzic darf in keinem Falle zugelassen werden.
Wer ist schon Zlatan Alihodzic? Ein unbedeutender kleiner Journalist eines Duisburger Lokalteils der sogar gegen den eigenen MSV Duisburg Schmähnachrichten schreibt. Und wenn man als Journalist nicht in die Versenkung absteigen will, muss man sich ab und zu bei den Mächtigen anbiedern. Und Al(ko)iho(l)dzic ist nur einer von vielen Speichelleckern unter den Journalisten.
Wir werden wahrscheinlich nie wirklich erfahren wer genau wie hinter dem 11. september steckte….und selbst wenn doch würde die mehrheit der leute wahrscheinlich keine konsequenzen daraus ziehen…. ich stelle die frage deshlab gerne anders: wem hat der 11. september genutzt bzw. von wem wurde er politisch genutzt? da fällt die antwort völlig eindeutig aus und kann nicht und von niemandem als verschwörungstheorie abqualifiziert werden. Der 11. September wurde politisch vor allem von der Bush-Regierung, Israel und reaktionären Innenpolitikern in europa genutzt…..ob einen dies zu der vermutung führt, diese leute könnten auch dahinter stecken, mag jeder für sich selbst beurteilen. ich finde die auswirkungen eines solchen ereignisses auf politischer ebene wichtiger als seine ursachen und in dieser hinsicht ist das was nach dem 11. september passierte so eindeutig wie die tatsache, dass der Spiegel heute nichts mehr ist als eine monatlich erscheinende Bildzeitung für Pseudo-Intellektuelle
Ibrahim, erfahren werden wir es wohl – früher oder später. Dinge wie der Tonkin-Zwischenfall, der Überfall auf die USS-Liberty, Gladio, die Lüge der heulenden Krankenschwester vor der UNO die zum ersten Irakkrieg 1990 geführt hat, die Massenvernichtungswaffenlüge die zum zweiten Irakkrieg 2003 führte, uvm. kann man heute sogar schon bei Wikipedia nachlesen. Selbst der Maine-Zwischenfall, die Hintergründe um die Versenkung der Lusitania, die Pearl-Harbor-Manipulation, die geplante Operation Northwoods und viele andere Lügen sind offenkundig. Die Auflistung ließe sich noch lange fortführen.
Das Aberwitzige an der Sache ist, dass diese alten Themen nur die Wenigsten interessieren. Und so wird es auch mit dem 11. September 2001 geschehen. Bald schon wird auch diese Lüge vollständig aufgedeckt sein. Doch dann hat man längst andere Sorgen und die verbrecherischen Marionetten im Weißen Haus sind durch andere verbrecherische Marionetten ausgetauscht. Die Hunde bellen, doch die Karawane zieht weiter. Und wie wir wissen, wird die Geschichte von den Siegern geschrieben.
MfG Hans
Nun, was will man von einem offensichtlich nicht einmal beliebten Sportjournalisten erwarten? Ich erwähne da nur seine Schmähschriften gegen den MSV Duisburg. Man sollte ihn einfach nicht beachten.
wahrscheinlich gehört das mit dem “irgendwann rauskommen” sogar dazu, so bekommen die leute das gefühl in einem “selbstreinigenden” bzw. sich selbst kontrollierenden System zu leben…..dass das system aber nach allen “aufgeklärten Vorfällen” dasselbe bleibt fällt dann keinem mehr auf