
ZWEITES UPDATED – Unter dem reißerischen Titel «Bullensperma und Marlboro für Irans Ayatollahs» verweist «NET NEWS GLOBAL» auf einen Artikel in SPIEGEL-online über das löchrige amerikanische Handelsembargo, einen Artikel, der selbst den relativ harmlosen Titel trägt: «Bullensperma und Zigaretten für Iran». – Die Frage hatte gelautet: Wie ist es möglich, daß «NET NEWS GLOBAL» den SPIEGEL-Titel so sehr ins Hämische und Herabwürdigende abändert? – Inzwischen hat sich herausgestellt, daß der SPIEGEL selbst seinen Titel verändert hatte, was dort wohl gängige Praxis ist.
Beim SPIEGEL sind wir ja einiges gewöhnt. So hatte ich beispielsweise der Dreistigkeit wegen, mit der SPIEGEL-Schreiberlinge den ehrenwerten Dr. Andreas von Bülow seines Buches zum 11. September wegen niederzumachen versucht hatten – vgl. Die Infamie des Mainstream-Journalismus. Wie ich mich des SPIEGELs entledigte – mein SPIEGEL-Abo gekündigt.
Daß aber der als neutral eingeschätzte Infoservice «NET NEWS GLOBAL» dermaßen Häme nicht etwa bloß im Hinweis auf einen anderen Artikel verbreitet, sondern durch eigenmächtige Veränderung des Titels selbst schafft, ist mir neu. – Wie kommt ihr dazu, aus «Bullensperma und Zigaretten für Iran» ein «Bullensperma und Marlboro für Irans Ayatollahs» zu machen und so die iranische Geistlichkeit in gröbster Form zu beleidigen? – Wie ist es möglich, daß ihr jene monierte Infamie des Mainstream-Journalismus pflegt, die Ihr, wie ich annehem, doch gerade überwinden wollt?
Nicht nur ist es sachlich nicht wahr, daß die Importe für die «Ayatollahs» bestimmt waren, sofern viele der Waren, unter der Ausnahmeregelung für humanitäre Lieferungen nach Iran verschifft, als für die Bevölkerung gedacht erkennbar waren, jener infame Titel suggeriiert auch, Irans Geistliche wären Raucher bzw. Raucher von Marlboro und entsprechend mit all den ramboartigen Attributen ausgestattet, für die diese Marke eben steht. Das ist die suggestive Wirkweise, wie Herabsetzung, Verunglimpfung und Beleidigung geschieht.
Ich weiß natürlich, daß ein jeder einen Vorschlag für einen Link und auch dessen Überschrift machen kann. Natürlich ist der, der jenen Vorschlag gemacht hat, wesentlich verantwortlich. Und es kann ja sein, daß es niemand von NET NEWS GLOBAL war, der die Veränderung gemacht hat. Aber Ihr von der Administration, die Ihr die Sachen freischaltet, müßt schon genauer hingucken.
STELLUNGNAHME VON DANIEL NEUN VON NET NEWS GLOBAL
Dass dieser Artikel so hineingesetzt wurde, habe ich nicht bemerkt. Wer den Artikel hineingesetzt hat, wurde mir soeben bekannt. Der Artikel ist gelöscht worden. Der angegebene Titel war zu diesem Zeitpunkt aber der in der Überschrift verwendete Titel. Allerdings ist der Google Suche zu entnehmen, dass offenbar der nur für die Suchmaschinen gedachte Titel entsprechend vom “Spiegel” so eingegeben worden. Eine Beleidigung von Religionen halte ich generell für eine schlechte Sache. Sie ist unter meiner Verantwortung so geschehen, das tut mir leid. -
SCHLUSSBEMERKUNG
Es sieht so aus, als wäre der SPIEGEL selbst es gewesen, der seinen Titel im Nachhinein «klammheimlich» (vgl. unten den Kommentar von softlabhennef) abgeändert hätte. Damit ist die Sache für mich erledigt. Und Ich empfinde es als erfrischend, daß NET NEWS GLOBAL keine anonyme Veranstaltung ist, sondern in einem solchen Fall jemand die Verantwortung übernimmt. So verstärkt so ein Fall dann das Vertrauen. Mit Dank und besten Wünschen. Salim
QUELLEN
Die Infamie des Mainstream-Journalismus. Wie ich mich des SPIEGELs entledigte
Langsam Leute immer Langsam. Ich weiß nicht wer den Artikel vorgeschlagen hat, aber derjenige trägt auch die Titelzeile ein. Viele machen das nicht mit Copy und Paste sondern aus dem Kopf. Zigaretten sind oft genug Marlboro und wenn etwas an den Iran geht was “positiv” besetzt ist, dann geht es eben an die dort herrschende Klasse, ergo an die Ayatollahs.
Das ist blöd, aber Blödheiten passieren überall. Also nicht aufregen.
Es sind bei Net News Global lauter Freiwillige an der Arbeit, die versuchen möglichst breit über alle Themen zu informieren. Aber manchmal nimmt man einen vorgeschlagenen Artikel auf, ohne zu überlegen und genau zu prüfen weil es schnell gehen muss.
Ich wars nicht, aber ich hab mal schnell gegoogelt: Spiegel hat sich im nachhinein klammheimlich selbst korrigiert. http://www.google.de/search?as_q=&hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&hs=xmw&num=10&btnG=Google-Suche&as_epq=Bullensperma+und+Marlboro+f%C3%BCr+Irans+Ayatollahs&as_oq=&as_eq=&lr=&cr=&as_ft=i&as_filetype=&as_qdr=all&as_occt=any&as_dt=i&as_sitesearch=www.spiegel.de&as_rights=&safe=images
Dankeschön an Jochen und an softlabhennef. – Bin dem Googl-Link gefolgt: Tatsächlich war es der SPIEGEL selbst gewesen. Habe den obigen Artikel entsprechend abgedated. Mit besten Wünschen, Salim
Ich habe den Artikel im Spiegel.de noch gesehen, bevor er abgeändert worden ist und habe mich über den Titel sehr gewundert.
Bei Spiegel.de ist es üblich und wird laufend praktiziert, dass Artikel stündlich, täglich angepasst, ergänzt und verändert werden.
Der Spiegel verändert des öfteren seine Artikel-Titel nachträglich.
dann würde ich aber auch fairer weise den Leidsatz “NET NEWS GLOBAL beleidigt iranische Geistlichkeit” abändern
Erst hatte ich gedacht, das mach ich. Nach Rücksprache mit Jochen lasse ich das aber schön bleiben. Denn dann könnte niemand mehr die Sachen zurückverfolgen und die alten Links stimmten nicht mehr. – Dann würden wir genau dasselbe machen, was wir dem SPIEGEL gerade vorwerfen. Nein. Im zweiten Update wird die Sache erklärt, und damit hat es sich. Gruß, Salim
http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/8006561.stm Roxana iranischstaemmige Journalistin, in Usa geboren und Staatsbuergerin wurde von den Gard-Matchos eingekerkert fuer 8 Jahre (!), da sie ‘ausspioniert’ habe, wer in Iran den Alcohol heimlich kauft, um ihn zu trinken – DAJJAL wird bekanntlich aus dem Iran erwartet. Ihr seid ja Journalisten, macht mal was und bringt ein paar Hadithe ! Ich schaute mir per Transit mal den Iran an, als ich nach Qum wolltem war der Kommentar in Maschad: Warum willst du zu den Zionisten ? Islam kennt keine ‘Geistlichkeit’, so auch keine Herrschaft der Mollahs, es ist Rabbinertum, ein Ueberbleibsel von Mazdaism, Judentum und die Schia insgesamt hat viele Traditionen der Christen bei -behalten, da sie ebensolche waren ( Nestorianer in Bahrain und Iraq) Von Maulana muendlich bestaetigt!
—-—-—-—-———hier das Profil http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/8000522.stm Profile: Roxana SaberiWhen the journalist Roxana Saberi was first arrested in Iran, her family was told it was for buying a bottle of wine – an act banned under the country’s Islamic law. Roxana Saberi as Miss North Dakota As Miss North Dakota, Roxana Saberi wanted to promote cultural awareness
That was in January 2009. Iranian prosecutors then accused her of working as a journalist without a valid press card, before on 8 April she was finally accused of spying for the US.
Between January and March, Ms Saberi was only able to contact her family in the US twice, according to the human rights group Amnesty International.
She told them she was not being physically harmed but was finding life difficult in Evin prison, near Tehran.
Diverse heritage
Ms Saberi, 31, was born in the US and grew up in Fargo, North Dakota, the daughter of Reza Saberi, who was born in Iran, and his wife Akiko, who is from Japan.
In 1997 she was chosen as Miss North Dakota and was among the top 10 finalists in Miss America 1998.
When she received her Miss North Dakota title, Ms Saberi said that her aim was to encourage other people to appreciate cultural differences – an ambition that eventually led her into a career in journalism.
She graduated from Concordia College in Moorhead, Minnesota, with degrees in mass communication and French.
Reza Saberi and his wife Akiko Ms Saberi’s father, Reza, is Iranian and her mother, Akiko, is from Japan
Ms Saberi also holds a master’s degree in broadcast journalism from Northwestern University in Chicago and another master’s degree in international relations from Cambridge University in the UK.
She is currently working on yet another masters degree in Iranian studies.
Ms Saberi moved to Iran six years ago and worked as a freelance journalist for various news organisations, including the BBC, before her press credentials were revoked.
Her father said she had been determined to go to Iran, although he had expressed his concerns.
Mr Saberi said that despite losing her press status, his daughter had stayed on to finish a book on Iran and to study. He said she had planned to return to the US later this year.
Shock arrest
But then came her arrest.
The development surprised former BBC Tehran correspondent Frances Harrison, who remembers her as a very careful person.
“She was a very cautious person and the kind of person who wore a headscarf even in diplomatic functions where there were no restrictions,” she said.
“She was careful about her reputation being a young, single woman living in Iran.”
She added: “She would know as a journalist that she would be under a lot of scrutiny – her phone would be listened to and she would be watched.”