
Vor sechzig Jahren hatte sich Albert Einstein darüber beklagt, daß für eine Katastrophe in Palästina zuerst die Briten, zweitens aber »die terroristischen Organisationen aus unseren eigenen Reihen« verantwortlich wären, und er hat sich geweigert, »jemanden zu treffen, der mit diesen fehlgeleiteten und kriminellen Leuten in Verbindung steht.«
Einstein wurde 1948 um eine Spende für die Stern-Gruppe, gegründet von dem Serienattentäter Stern, gebeten. Die ebenfalls terroristische Irgun-Gruppe hatte unter anderm 1946 im Jerusalemer King-David-Hotel 91 Leute, Briten, Araber und Juden, umgebracht. Einstein antwortete der Stern-Gruppe, die als American Friends of the Fighters for the Freedom of Israel auftrat, mit diesem Brief:

ÜBERSETZUNG
Sehr geehrter Herr Rifkin,
falls eine wahre und endgültige Katastrophe in Palästina über uns kommen sollte, dann wären dafür erstens die Briten verantwortlich, und zweitens die terroristischen Organisationen aus unseren eigenen Reihen.
Ich bin nicht bereit, jemanden zu treffen, der mit diesen fehlgeleiteten und kriminellen Leuten in Verbindung steht.
Mit freundlichen Grüßen,
Albert Einstein.
SECHZIG JAHRE SPÄTER EHRT DAS PARLAMENT ISRAELS DEN TERRORISTEN STERN
Für den gegenwärtigen Zustand Israels ist es bezeichnend, daß die israelische Regierung und das israelische Parlament eine Feier zu Ehren Avraham Sterns, der vor gut 100 Jahren geboren wurde, abhielten, womit alles gesagt ist.
[vgl. steinbergrecherche.]
Hallo,
wäre es nicht besser Sie würden “zionistischen Terror” anstatt “jüdischen Terror” als Überschrift wählen. Muslimen würde es ja auch nicht gefallen wenn man vom “islamistischen Terror” geschweige denn vom “islamischen Terror” spricht.
Mit freundlichen Grüßen
Will Fried
Grüß Gott,
Danke für den Vorschlag. Gegen ihn gilt folgendes Argument: Einstein spricht von Leuten “aus unseren eigenen Reihen”, und er meint damit natürlich allgemein jüdische Leute. Er meint nicht ausdrücklich zionistische Leute. Würde er zionistische Leute gemeint haben, scheint daraus zu folgen, daß Einstein Zionist gewesen wäre. Deshalb entspricht das “jüdisch” eigentlich genau dem, was Einstein gesagt hat.
Mit besten Wünschen,
Salim
Hallo Will Fried,
Andererseits deutet das “aus” im Ausdruck “aus den eigenen Reihen” darauf hin, daß jene sich von den normalen jüdischen Leuten unterscheiden. – Also, vielleicht ist es doch besser, »zionistisch« statt »jüdisch« zu sagen. – Ich ändere den Wortlaut des Titels entsprechend.
Das Beste, Salim
Hallo Salim, Grüß Gott, Salam und Schalom, Judentum bringe ich in erster Linie mit einer religiösen Glaubensgemeinschaft in Verbindung, zu der ja auch Albert Einstein gehört/e; Zionismus eher mit machtpolitischen, imperialen Interessen, die die Religion und ihre Gläubigen übel missbraucht (Zitat:”...aus den eigenen Reihen…”). Genau gegen jene Zionisten ist Einstein vorgegangen. Die Korrektur der Überschrift war richtig; denn wir wollen ja nicht unsere gläubigen jüdischen Geschwister in den gleichen Topf werfen und somit verletzen. Im übrigen ist die Mehrheit der gläubigen Juden gegen einen Staat Israel, welcher nicht durch den zu erwartenden Messias gegründet wurde. Viele von ihnen haben unter dem Zionismus sehr zu leiden, siehe Oberrabbiner Friedmann aus Wien. Einstein konnte das Desaster, das die Gründung des Staates Israel mit sich bringt, voraussehen. Mit besten Grüßen, Will Fried