Udo Ulfkotte gegen Jochen Hoff

02.12.2008 von Salim Spohr

In der Sache Udo Ulfkotte und Pax Europa gegen Jochen Hoff soll die Berufungsverhandlung an diesem Donnerstag, den 4. Dezember, im Oberlandesgericht Frankfurt am Main – 11:00 Uhr, Saal 107 – stattfinden.



Es gilt, Jochen durch Präsenz vor Gericht zu unterstützen. Wir hoffen, daß er sich gegen seine Kontrahenden durchsetzen kann, die durch eine ausgeklügelte Abmahntechnik und die Schützenhilfe einer faktenignorierenden Prozeßführung bislang deutlich an Boden gewonnen hatten.

MUSLIME, GEHT ZUR VERHANDLUNG!

Muslime, die in der Nähe wohnen, sollten der Verhandlung beiwohnen, und Jochen würde sich «über zahlreiches Erscheinen von Bloggern freuen". Auf seinem Blog hat er die Sache unter dem Titel PROZESSE, DIE DIE WELT NICHT BRAUCHT genauer beschrieben.

ORT UND ZEIT!

Termin: Donnerstag, der 4.12.2008
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Oberlandesgericht Frankfurt am Rhein
Straße: Zeil 42
Saal 107

VERDACHT DER RECHTSBEUGUNG

So weit ich über Einzelheiten der Ulfkotte-Prozesse informiert worden bin, haben Frankfurter Richter es bislang immer wieder abgelehnt, wichtige und eindeutig rechtsfindungerelevante Fakten als solche überhaupt zu akzeptieren, daß heißt, zu erlauben, daß das Gericht sich überhaupt mit ihnen auseinandersetzt. Das heißt, daß es den Abgemahnten vor Gericht nicht einmal erlaubt wurde, jene Fakten auszubreiten, auf Grund derer es ihnen als berechtigt erschienen war, Ulfkotte beispielsweise als «Islamfeind» oder «Haßprediger» zu sehen. Auf diese Weise – und das ist ein Skandal! – hat Ulfkotte mit immer gleichartiger, geradezu stereotypisch ablaufender Beihilfe der Frankfurter Richterschaft seine Abmahnrituale durchziehen können und unter kritischen Bloggern Angst und Schrecken verbreitet und, nebenbei, erkleckliche Summen eingestrichen.

EUROPÄISCHER GERICHTSHOF KÖNNTE AUS DER FERNE WIRKEN

Sollte diese Berufungsverhandlung nach bisherigem Modus ablaufen, wird es den Instanzenweg weitergehen, bis der Fall vor dem Europäischen Gerichtshof landet. Vielleicht könnte das ein Grund dafür sein, daß der Richter sich in der Berufungsverhandlung entschließt, jenem rechtsbeugenden Versäumnis der Ablehnung praktisch aller relevanten Fakten nun abzuhelfen, bevor es vor dem Europäischen Gerichtshof dazu dann zu spät sein würde.

EINE SUPER POSITION

Jochen hat jedenfalls eine super Position, de iure, de facto und auch, was die Moralität betrifft. Im Grunde führt er einen Kampf für die Muslime, die von Herrn Ulfkotte ja in einer Weise angegangen worden sind, die vom nüchternen Betrachter neben Zeugnissen peinlicher Sensationslust als übel herabsetzend empfunden wurde und berechtigterweise genau so hatten empfunden werden können.

DER SEGENSWUNSCH

Als Blogger und Muslim wünsche ich ihm für die Verhandlung neben der Anwesenheit zahlreicher Zeugen besonders den Segen des Herrn der Welten, Allâhs, subhanahû wa taâlas, die Unterstützung der Engel und der heiligen Propheten und den Segen der Auliya und der ehrenwerten Sheikhs. – wa min allâh at-taufîq – al-fatiha.





Kommentare

  1. JoerglDecember 03, 2008 @ 03:47 PM

    Drücke alle Daumen für Jochen Hoff!!!

    LG

    Joergl.

  2. EyyubDecember 03, 2008 @ 04:41 PM

    Hoffnung ist ja immer gut, nur fehlen in der BRD einen ganzen Generation von Juristen, ja selbst den Aelteren die Rechtsgrundsaetze und so wurde ich zum Eyyub . Al Hamdulilah, Gottseidank
    Interessiert es Euch, wie in der BRD GG-und BGB – Recht gebeugt wurde und wird?
    Die Welt nach den Vorfuehrungen Dajjals, des luegnerischen Antichristen auf dem Weg zum globalen Weltfaschismus der Welt-Mafiosis (von MAFI-A, meint MAFI-ALLAH, MAFI heiss im Arabischen’Hat Nicht’)
    Wir beten Fuer alle , die Ungerechtigkeit erleiden.

  3. QtrazDecember 03, 2008 @ 05:36 PM

    Ulfkotte ist mir mit seinen polemischen “Artikeln” beim Knopp Verlag schon lange ein Dorn im Auge!
    Guter Verlag dachte ich verstehe nicht, wie die ihm ein Podium bieten können.
    Viel Glück für Jochen!

  4. Rudolf Reshad SteinmetzDecember 07, 2008 @ 10:12 AM

    Ulfkotte ist einer der vielen Propagandisten, die mit ihrem Geschmiere die Fratze des Islams hervorlocken wollen, und dafür reichlich entlohnt werden (siehe: www.steinbergrecherche.com/08ulfkotte.htm#Wirres). Daran, daß Ulfkotte nun Angst bekommt vor seinen Brandstiftungen, mag man seine intellektuelle Schäbigkeit ablesen (www.idea.de/index.php?id=1562&tx_ttnews[tt_news]=70567&tx_ttnews[backPid]=&cHash=6a58764c8f). Diese Angriffe auf den Islam werden zunehmen (siehe: www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29227/1.html), und sind eine Prüfung, der man begegnen muß, gemäß dem Grundsatz: Wer betet, schießt nicht, und wer schießt, betet nicht. Im Übrigen sollte man den Kontext im Auge behalten. Wo die Dunkelheit wächst, da wächst auch das Licht, aber viele sehen es nicht. Diese Verdunkelung läßt sich durch eine kontinuierliche Verbesserung der spirituellen Praxis durchbrechen. Aktuelle Anweisungen dazu findet man im neuesten Lichtblick Nr. 501 von Scheich Adnan. Auch den Kontext mit der inszenierten Finanzkrise sollte man würdigen (www.heise.de/bin/tp/issue/r4/dl-artikel2.cgi?artikelnr=29235&mode=print) Dabei geht es nicht nur um die nachhaltigen Vernichtung von bürgerlicher Freiheit und privatem Vermögen, sondern vor allem um Brüderlichkeit und Barmherzigkeit. Von seitens der Politik oder der USA-EU ist wenig zu erwarten. Im Gegenteil ist es ja so, daß wir einen grundgesetzwidrigen Zustand in unserer Parteiendemokratie haben, weil diese Parteien alles bestimmen, und nicht eben nur an der Willensbildung des Volkes mitwirken. Hierzu der renommierte Staatsrechtler Prof. Dr. Albrecht Schachtschneider: “Ich vertrete in der Tat den Satz, dass der Parteienstaat die Verfallserscheinung der Republik ist.” (siehe: www.br-online.de/alpha/forum/vor0310/20031001_i.shtml und: www.islampress.de/2008/8/8/eu-vertrag-und-die-vorauseilende-selbstentmannung-des-deutschen-parlaments) In diesen Kontext gehört auch der gigantische Rentenbetrug mittels Rürup- und Riesterverträgen (siehe: www.nachdenkseiten.de/?p=3603). Und Gott weiß es besser.

  5. Rudolf Reshad SteinmetzDecember 13, 2008 @ 07:11 AM

    Ludwig-Maximilians-Universität München
    Katholisch-Theologische Fakultät
    Prof. Dr. Bertram Stubenrauch, Lehrstuhl für Dogmatik und Ökumenische Theologie
    Prof. Dr. Armin Kreiner, Lehrstuhl für Fundamentaltheologie,
    Prof. Dr. Stephan Leimgruber, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
    Prof. Dr. Birgitta Kleinschwärzer-Meister, Juniorprofessur für Ökumenische Theologie

    C/C Dr. Mustafa Ceric, Großmufti Bosnien-Herzegowina, Sarajevo
    P. Eberhard v. Gemmingen SJ, Vaticanradio, Rom
    P. Notker Wolf OSB, Abtprimas zu St. Anselmo, Rom
    Benedictusstiftung, München (www.benedictusstiftung.de)

    Betr.: Absage der Veranstaltung “Das Gottesbild im Islam”

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    gegen die kurzfristige Absage dieser Veranstaltung (www.oekumene.uni-muenchen.de/veranstaltungen/projekte/gottesbild_islam/index.html) infolge einer Intervention u.a. des Zentralrates der Juden in Deutschland gegen die Teilnahme iranischer Theologen, muß aus folgendenden Gründen schärfstens protestiert werden:

    1. Die dabei behauptete Verteufelung des Iran als Regime des Bösen, weil der iranische Präsident Ahmadinedschad die Vernichtung Israels verlange, ist ebenso falsch wie irrfeführend (www.sueddeutsche.de/muenchen/229/450945/text/print.html). Tatsächlich sagte Präsident Ahmadinedschad: "Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muß aus den Annalen der Geschichte verschwinden", (www.steinbergrecherche.com/08bpb.htm) was angesichts des auch von Juden kritisierten unmenschlichen Vorgehens Israels gegenüber Palästinensern (auch arabischer Christen) kaum zu verwerfen ist. Hierzu verweise ich auf Rolf Verleger, Israels Irrweg, Eine jüdische Sicht, Köln 2008.

    2. Den wissenschaftlichen Dialog in einer deutschen Universität, die ihren Ruhm auf die Freiheit der Wissenschaft und des Geistes gründet, der einseitigen Meinung einer politischen Interessensgruppe zu unterwerfen, diskreditiert diese Tradition in nicht hinnehmbarer Weise.

    3. Die kurzfristige Absage ist nicht nur eine Brüskierung der iranischen Theologen, sondern auch der Münchner Öffentlichkeit, deren zahlreich erschienenes Publikum von einer völlig überforderten Senatssekretärin mit fadenscheinigen Gründen nach Hause geschickt wurde.

    3. Auch theologisch ist dieses Zurückweichen der Fakultäten vor politischen motivierten Interessensgruppen von geradezu atemberaubender Zwiespältigkeit. Denn wenn das Christentum in dem jüdischen Jesus seine letztgültige und uranfängliche Berechtigung hat, dann kann es sich keiner jüdischen Intervention beugen, solange der von den Evangelien überlieferte Jesus im babylonischen Talmud verflucht, und in der Hölle der Verdammnis in Exkrementen gekocht wird (siehe Peter Schäfer, Jesus im Talmud,Tübingen 2007).

    4. Wenn die christlichen Theologen mit dem Islam einen Dialog führen wollen, dann sollten sie sich dabei nicht von Saboteuren desselbigen beirren lassen, denn heißt doch im Koran: “Sie haben sich den Zorn Allahs zugezogen) weil sie nicht an Isa (Jesus) geglaubt haben und wegen ihrer Worte von ungeheurer Schändlichkeit über Maryam.” (Sura 4, 155f.)

    Mit freundlicher Hochachtung
    Rudolf Reshad Steinmetz, München

  6. Rudolf Reshad SteinmetzDecember 14, 2008 @ 11:00 AM

    Pater Anselm Grün OSB
    Abtei Münsterschwarzach
    www.abtei-muensterschwarzach.de/ams/kloster/konvent/anselm_gruen.html

    Betr. Brunch mit… Anselm Grün: Homosexualität ist keine Sünde

    Sehr geehrter Pater Anselm Grün,
    erlauben Sie bitte zu Ihrem Interview (www.cafebabel.com/ger/article/2598/anselm-grun-die-kunst-des-weiten-herzens.html) aus Sicht des von Ihnen angesprochenen Sufismus einige korrigierende Anmerkungen.

    1. Den Begriff der Sünde gibt es zwar im Islam nicht, so wie ihn die römisch-katholische Kirche in ihrem Katechismus definiert. Trotzdem ist aus islamischer Sicht Homsexualität nicht erlaubt, weil sie der göttlichen Ordnung widerspricht, die von uns einfordert, den Versuchungen zu widerstehen und die Begierden unseres Egos zu zügeln. In der Tradition des Heiligen Benedikt wird dieses als Askese, d.h. strenge Übung bezeichnet.

    2. Ebenso ist aus sufischer Sicht eine Kontamination der Spiritualität mit der Psychoanalyse, wie dieses im Programm 2009 der Abtei Münsterschwarzach praktiziert wird, verwerflich. Einmal, weil diese von Sigismund Schlomo (Sigmund) Freud kreierte Weltsicht ein “Pakt mit dem Teufel” war, wie dies Freud bei Erscheinung seiner “Traumdeutung” (Wien 1904) eingestand hat (s. Literatur unten). Zum Zweiten, weil das der Psychanalyse zugrunde liegende Weltbild zu einer Wellness-Spiritualität führt, welche sich auf dem Buchmarkt als überaus erfolgreich erweisen mag, jedoch für die Entwicklung der spirituellen Persönlichkeit als schlichtweg hemmend. Diese Kritik gilt auch für die psychologische Traumdeutung sowie für die psychologisierende Interpretation des Enneagramms.

    3. Zur vermuten, die Sufi-Tradition sei liberal, und von daher nachlässig im Ungang mit den fundamentalen Grundsätzen des Glaubens, ist grundlegend falsch, und zeugt von einer erschreckenden Unkenntnis. Es ist vielmehr so, daß die spirituellen Höhen eines Meister Eckharts, den wir äusserordentlich schätzen, nur durch die Niederungen einer schweigenden Askese erreichbar sind, die jeglichen Eklektizismus aus Mystik, moderner Psychologie und divergenten Philosophie ausschließen.

    Freundliche Grüße aus München
    Rudolf Reshad Steinmetz
    Schwacher Schüler im ehrwürdigen Orden der Naschibandyyia
    und ihres 40. Großscheichs Nazim Adil al-Haqqani, Möge Gott ihm Segen und Kraft schenken und ihn niemals verlassen. Fatiha.

    Literatur & Quellen:
    David Bakan, Sigmund Freud and the Jewish Mystical Tradition, Princeton (NJ) 1958/2005; Adolf Grünbaum, Psychoanalyse in wissenschaftstheoretischer Sicht, Konstanz 1987; Die Grundlagen der Psychoanalyse, eine philosophische Kritik, Stuttgart 1988; Han Isra‘ls, Der Fall Freud. Die Geburt der Psychoanalyse aus der Lüge, Hamburg 1999; ders., Der Wiener Quacksalber. Kritische Betrachtungen ?ber Sigmund Freud und die Psychoanalyse, Jena 2006; Rene Guenon, Die Verheerungen der Psychoanalyse; und: ders., Tradition und “Unbewußtes”; beides in: Der Pfahl. Jahrbuch aus dem Niemandsland zwischen Kunst und Wissenschaft, II, München 1988; Exzerpte diser Literatur beim Autor dieses Briefes: rudolf_steinmetz@web.de

  7. Ayman SemmoDecember 16, 2008 @ 07:39 PM

    “…und den Segen der Auliya und der ehrenwerten Sheikhs”

    Ich verstehe das nicht! Es sind doch nur Menschen.

    Der Segen kommt alleine von Allah. Nur der allmächtige Gott trägt die Eigenschaft Segen hinabzusenden.

    Bruder…bitte korrigiere das.

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