Eine sehr schöne Diskussion fand vor kurzem im Nachrichtenkanal N24 zwischen Michel Friedman und Dr. Ulf Ulfkotte auf der einen und Hadayatullah Hübsch als Vertreter der Muslime auf der anderen Seite statt. Da brachten Friedmann und Ulfkotte all die abgestiegendsten Vorurteile vor, die von Hadayatullah Hübsch – mâ schâ Llâh! – souverän zurückgewiesen wurden.
1. Teil:
2. Teil:
3. Teil:
Hadayatullah Hübsch hat sich vor den beiden auf mich sehr aggressiv Wirkenden zuerst einmal durch einen freundlichen Grundton, eine Wärme in der Ausstrahlung und eine Sachkenntnis deutlich ausgezeichnet. Ihm gegenüber wirkten die beiden Kontrahenden auf mich als hippelich, übernervös, starrsinnig, unfair und keineswegs sachkundig. – Wie seht ihr die Sache?
Ich habe heute mit Hadayatullah gesprochen und ihm gesagt, daß mich die Art, wie er die Diskussion geführt hat, sehr beeindruckte.
Ach, der Ulfkotte ist doch ein lächerlicher Jammerlappen. Die ganzen konstruierten Beispiele mit dem Schwimmbad und den Metzgereien sind doch an den Haaren herbeigezogen. Oh, in Deutschland darf man Moscheen haben, in der Türkei keine Kirchen. Was eine Scheisse. Soll der Friedman doch froh sein, dass wir in Deutschland so tolerant sind, sonst könnte der mit seinem Zentralrat der Juden auch sehen wo er bleibt. So ein Idiot.
Und Ulfkotte will sich vom braunen Sumpf distanzieren mit seinen anti-islamistischen Partei, das ich nicht lache. Der steckt doch bis zum Hals mit drin.
Hadayatullah Hübsch hat völlig recht.
Ja, Friedman und Ulfkotte wirken hysterisch und aggressiv, während Hübsch sich kaum aus der Ruhe bringen läßt. Eine politische Partei muß den Wählern mehr zu bieten haben als nur einen einzigen Programmpunkt, in diesem Fall der Kampf gegen den Islam. Was kann Herr Ulfkotte seinen potentiellen Wählern auf ihre Fragen nach der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, der Sozialpolitik, Steuerpolitik usw. antworten? Wenn es am Wahltag ernst wird, werden wohl viele, die sich derzeit noch für sein antiislamisches Programm begeistern, ihre Stimme lieber einer Partei geben, die auf solche Fragen Antworten hat. Auch diese Diskussion dürfte sich letzten Endes wieder Werbung für den Islam erweisen. Wenn das Thema Islam in den Medien zum Dauerbrenner wird, interessieren sich mehr Leute für unsere Religion, als wenn weder positiv noch negativ darüber gesprochen wird.
Warum ist ein Nicht-Muslim, Vertreter für Muslime?
Naja, was mich an diesen Talkshows mit muslimischer Beteiligung immer stört, sind so merkwürdige Fragen, die dann von den Muslimen auch oft so merkwürdig beantwortet werden. Warum sollte der Koran mit der Verfassung konform gehen? So ein Quatsch! Geht die Bibel mit der Verfassung konform, verlangt das jemand? Wichtiger ist doch, ob sich Mulime an die hier geltenden Gesetze halten. Und dass eben das von Koran und Sunna verlangt wird, sollte gesagt sein. Somit erübrigen sich dann Fragen, ob man für Muslime Sonderrechte einführen muss. Ich als Muslim will die nicht, zumal wir es dann schnell mit einem Positiv-Rassismus zu tun hätten. Ich will meinen Glauben leben können und wenn man mir das verwehrt, muss ich dieses Land verlassen. So einfach. Aber ich kann den Islam hier leben, womit dieses Land, meine Heimat, Dar ul Islam ist. Und diese ewigen Vergleiche mit Religionsfreiheit in “islamischen” Ländern hängen mir zum Halse raus. Will man deswegen jetzt hier die Religionsfreiheit abschaffen oder was? Was Kotte und Friedmann betreiben, ist billigste Stimmungsmache. Dummerweise kommt sowas heutzutage gut an. Und wenn mir der Herr Hübsch auch einen recht sympatischen Eindruck machte, so muss ich mich doch fragen, warum er Dinge wie die Mehrehe hier einführen will zumal mit so fadenscheinigen Begründungen wie “sozialer Absicherung”. Ausgerechnet dieses Argument ist in Ländern, wo die sozialen Sicherungssysteme besser funktionieren als dort, wo es daür eigens eine Zakat (gemeinhin als “Armensteuer” bekannt) gibt, nur noch lächerlich. Die Mehrehe ist nicht integraler Bestandteil des Islams, sie ist nur eine Möglichkeit, welche der Islam erlaubt.
Und zum Schluss noch an den Sohn von Recep: Nenne bitte niemanden einen Nicht-Muslim, der die Shahada abgelegt hat und den Koran studiert.
Was? Der Mann glaubt nicht das Seyyidina Muhammed Mustafa sallalahu aleyhi wasala der letzte Prophet ist! Wer einen Kufr zustimmt begeht selber Kufr. Ich rette meinen Iman, indem ich Takfir mache. Nur weil er sagt er wäre ein Muslime heißt das noch lange nicht das er einer ist…
Ich bezweifle, dass Takfir den Iman eines Muslims retten kann, steht doch schon im Koran sinngemäß: “Und sagt nicht von den anderen, sie seien keine Muslime” usw. Du willst also deinen Iman retten, indem du dich Allahs Wort widersetzt.
Echt lächerlich. Jetzt zitierst du einen Vers. Ohne mal in den Tafsir geschaut zu haben. Glaubst du ich reime mir was selber aus dem Kopf? Es gibt einen KONSENS der Gelehrten das sie keine Muslime sind.
Tja, angesichts solcher Leermeinungen brauchen wir uns über die Schwäche unserer Ummah sicherlich nicht wundern.
Bitte, gib jetzt nicht die Schuld unserer Ulama was zurzeit mit der Umma passiert.
Stimmt. Man ist selber schuld, wenn man auf sie hört. Sie artikulieren schließlich nur das erstarrte Wissen vergangener Jahrhunderte, welches meist so praxistauglich ist wie ein Faustkeil für eine Herztransplantation. Also nein, die besten Zeiten der Ulema liegen leider schon lange zurück. Und letztendlich sind wir es selber, die vor Allah stehen werden und wir werden uns selber rechtfertigen müssen für unsere Worte und Taten. Und wir werden uns nicht herausreden können, dass wir nur den Rat der Gelehrten folgten, denn wir wussten ja, dass sie nicht unsere Götter sind. AstaghfiruLlah! Werden wir nicht genau davor im Koran gewarnt? Ach richtig, kein Tafsir parat. Nun denn, gute Nacht erstmal. Wassalam.
Imam Azam
150 n.H., n.H.> nach Hijjra (Auswanderung)) Anspruch auf das Prophetentum und sagte “Lass mich dir meine Beweise für das Prophetentum zeigen.” Der große Imam warnte daraufhin die Leute: “Derjenige, der nach dem Zeugnis des Prophetentums dieses Mannes fragt, soll ein Apostat werden, der Prophet Gottes (sws) hat ausführlich erklärt: “Kein Prophet wird nach mir kommen.” (Manaqib al-Imam-i-Azam Abi Hanifa, Ibn Ahmad al-Makki, Band I, Seite 161, veröffentlicht in Hyderabad, Indien, 1321 A.H.)Ibn Jarir Tabari Ibn Jarir Tabari (224 n.H.-310 n.H.) gibt in seinem berühmten Tafsir des heiligen Qur’an die folgende Interpretation der Ajah , ‘walakin Rasul Allahi wa Khatam-ul Nabiyyin’: “Er hat das Prophetentum abgeschlossen und versiegelt, und die Tür (des Prophetentums) soll sich für niemanden bis zum Ende der Welt öffnen.” (Siehe Tafsir von Ibn-i-Jarir, Band 22, Seite 12)
Imam Razi Imam Razi (543 n.H.-606 n.H.), legt in seinem Werk Tafsir Kabir, indem er die Bedeutung der Ajah Khatam-un-Nabiyyin erklärt, dar: “In diesem Zusammenhang hat der Begriff Khatam-un Nabiyyin die Bedeutung, dass ein Prophet, dessen Amt nicht endgültig ist, vielleicht einige Vorschriften oder Gebote unvollständig oder unerklärt hinterlassen haben könnte, um einen gewissen Spielraum für einen folgenden Propheten zur Verfügung zu stellen, um die Aufgabe zu vollenden. Aber der Prophet, der keinen Nachfolger haben wird, ist mehr rücksichtsvoller und stellt klare Vorgaben für seine Anhänger zur Verfügung, weil er einem Vater ähnlich ist, der weiß, dass nach ihm kein Wächter oder Schutzherr geben wird, um sich um seinen Sohn zu kümmern.” (Band 6, Seite 581)
Ibn Kathir Ibn Kathir (verstorben n.H. 774) schreibt in seiner weithin bekannten Erläuterung, Tafsir Ibn Kathir: “Folglich ist diese Ayah ein klarer Beweis für die Tatsache, dass kein Prophet nach Muhammad (sws) kommen wird, und wenn man sagt, dass kein Prophet nach ihm kommen wird, ist es ein selbstverständlicher Beschluss, dass ihm auch kein Gesandter nachfolgen wird, weil das Amt eines Gesandten von Bedeutung her über das Amt eines Propheten steht. Jeder Gesandte ist ein Prophet, aber alle Propheten sind keine Gesandten. Jeder, der einen Anspruch auf das Prophetentum nach Muhammad (sws) legt, ist ein Lügner, ein Spalter, ein Schwindler, verdorben und ein Verführer, trotz seiner wunderlichen Gaukelei und magischer Leistungen. Jeder, der diesen Anspruch in der Zukunft bis zum Ende der Welt erheben wird, gehört zu dieser Klasse. (Band 3, Seiten 493-494)
und Viele mehr…
Einige Hadith:
Und mit mach dich nicht über die Gelehrten lustig, denn: Es gibt einen authentischen Hadith, der die Bedeutung in etwa widergibt: “Die Gelehrten sind die Erben der Propheten.” [Tirmidhi, Abu Dawud, Nasa’i, Ibn Madscha, Ahmad, Ibn Hibban, und andere]
wasalam aleykum
@ Ibn Recep: tut mir leid, aber soweit ich den Qur’an al karim verstehe, kommt keinem Menschen das Recht zu, einem Menschen abzusprechen Muslim zu sein. Soweit mir bekannt ist, steht diese Entscheidung einzig und allein selbstverständlich dem Höchsten, Allah ta’ala zu! Daher stimme ich vollinhaltlich Nour Iman zu.
Man könnte (noch) einwenden, daß man eine andere Auffassung vom Islam habe, mehr aber auch nicht. Wer einmal die shahada abgelegt hat, so verstehe ICH das, hat vor jedem Menschen als Muslim zu gelten. Die Abrechnung für das, was ein Mensch getan, nicht getan oder falsch getan hat, bekommt jeder selbst von Allah ta’ala.
(Warum sagen wir sonst so oft:)
..... Und Allah weiß es am besten!
Wessalam Michael
nun- wenn man das alles so ließt— es sollte einem schon sehr bewußt sein …. allerdings nur wenn man etwas nachdenkt … was hier .. warum gespielt wird.. aber eines ist sicher .. mehr und mehr und mehr Menschen – im heutigen Kommunikationszeitalter denken nach und entdecken den `Islam`als einzigsten Weg – das kadiyani/Achmadiya/ Hübsch eine Sekte sind .. wird sich auch noch rumsprechen… Salam !!!! Abdoulrahim Miss P.S. ... ist hat ne wichtige Sache sich in allen Bereichen kritisch mit den Dingen auseinanderzusetzen – weil – jeder wird sterben .. und dann ??? wie werden die Taten abgerechnet die ich vorausgeschickt habe ???????
Schade, dass Hübsch der Ahmadiyya angehört. So einen lieben Eindruck, so verirrt. Für alle, die sich informieren wollen:http://answering-ahmadiyya.com/index.php?option=com_content&task=category§ionid=8&id=23&Itemid=47
@Sinan Bagci:
“Soll der Friedman doch froh sein, dass wir in Deutschland so tolerant sind, sonst könnte der mit seinem Zentralrat der Juden auch sehen wo er bleibt. So ein Idiot.”
Dein Deutschland. Dass ich nicht lache.
Jetzt kennen wir zumindest Deine Gesinnung. Typisch Moslem halt: Horizont wie ‘ne Käseglocke und berechenbar wie ein Kind!
assalam aleikum! es ist traurig zu lesen, wie sich muslime hier gegenseitig den glauben absprechen (s. ibn recep u. nour iman) und dann auch noch den hinweis auf die ahmadiyya-sekte von “verständnis” lesen zu müssen, um dann fetszustellen, dass das auch wieder welche sind, die wieder anderen den glauben absprechen…in was für einer zeit leben wir eigentlich? gibts nichts wichtigeres? da halte ich es mit michael, dass jeder der die shahada ablegt muslim ist und den rest mit allah ausmachen muss! maasalama omar
@omar, könntest du mir bitte erklären, wo ich jemandem den Glauben abspreche. Wenn du genau liest, was ich geschrieben habe, so wirst du feststellen, dass ich mich im Gegenteil sogar vehement gegen diese Takfiri-Umtriebe ausspreche. Michael hat übrigens mir darin zugestimmt, was bedeutet, dass deine Zustimmung dann auch meinen Aussagen gilt. wassalam.
Salam alejkum, Brüder ….. Wollen wir doch nicht vergessen, womit und warum wir uns mit diesem Gruß gegenseitig bedenken …. Ist es nicht so, daß jeder von uns eines Tages sein Buch überreicht bekommt? Ist es nicht so, daß jeder von uns eines Tages selbst für genau das belohnt oder bestraft wird, was er selbst getan hat? Und heißt das nicht für jeden von uns, daß er jedem anderen Hilfe zu geben und nicht Strafe anzudrohen hat? Ist nicht tatsächlich genau DAS der wahrhaft “schönste und gleichzeitig schwierigste” Djihad? Ich liebe den Islam und zunächst einmal liebe ich damit jeden Muslimen als Bruder. Wer mir als Muslim gegenübertritt und mir nicht schadet, mit dem bete ich nur zu gern in einer Reihe; egal ob Ahmadiyya, Shiit, Sunnit, Malekit, Hanefit …... denn alle diese Gebete sind nicht für MICH, sie sind für Allah ta’ala!
Wir zerfetzen uns die (kläglichen Überreste) der Umma mit diesem Geplänkel und niemand merkt bei diesen Argumentationsmassakern, daß wir dabei einem ganz anderen Feind Bauch, Kehle und Flanke bieten ….. der wartet doch bloß.
Shukran an Salim Spohr, ich kehre seit nunmehr vielen Jahren regelmäßig bei seiner online-Präsenz ein; und auch wenn ich selbst nicht den Sufi zuneige, bezeuge ich beispielsweise Maulana Sheikh Muhammad Nazim al-Haqqani meinen allerhöchsten Respekt! Für mich ist er ein Lehrer, ein Quell des Wissens, eine Zierde des Islam.
Ich denke, Brüder, SO geht UMMA ….
Wessalam Michael Feisal
Ahmadiya – Sekte. Wer die “Aqidah” der Ahmadiya anerkennt er wird zur Kafir. Die Ahmadiyya-Sekte/Kuffar wurde 1974 durch eine Fatwa aus der Islamischen Weltgemeinschaft ausgeschlossen und darf aus diesem Grund ihre “Gebetshäuser” weder “Moschee” nennen, noch diese mit einem Minarett versehen.
Die Ahmadiyya sind keine Muslime. Sie glauben, dass Mirza Gulam Ahmed ein Prophet ist und zugleich die Reinkarnation Buddhas, Jesus und Krischnas darstellen sollen. Angeblich sei Mirza Gulam Ahmed Jesus und Mehdi zugleich und ebenfalls ein Resul.
Das sollte einer wie Salim Abi wissen.
@ Enes: “Die Ahmadiyya-Sekte/Kuffar wurde 1974 durch eine Fatwa aus der Islamischen Weltgemeinschaft ausgeschlossen.” Aber was sagt uns das? Heißt das, daß sich Allah Ta’ala ebenfalls nach einer solchen Fatwa richtet oder zu richten hätte? Ahmadi beten nicht anders als alle anderen Sunniten u.ä. Dazu errichten Ahmadi sehr wohl “Moscheen”, und das auch inclusive Minarette.
Wie können wir Allah und dem Islam dienen, wenn wir alle mit Fingern aufeinander zeigen und rufen: “Der da, der ist aber kein Muslim!” – ein Richterspruch, der KEINEM MENSCHEN zusteht!
Wieviele Muslime begehen Bida und Shirk und keiner von ihnen wird deshalb aus der Gemeinschaft der Muslime ausgestossen! Mir ist ein gläubiger und praktizierender Ahmadi allemal lieber als ein alkoholsaufender “Sunnit”, der keinen Ramadan kennt und kaum eine Moschee von innen – aber in der ersten Reihe mitmarschiert, wenn es gegen andere Muslime geht. Wessalam Michael
Hayadattulah Hübsch hat nur gemurmelt, ist ausgewichen und machte alles in allem einen ziemlich hilflosen Eindruck. Während Friedman und Ulkotte Fakten brachten, verlor sich Hübsch in Allgemeinheiten und sprach beiden die Kompetenz ab.Na ja, was kann von einem Ex-Linken erwarten, der sich freiwillig der Ahmadyya-Sekte anschliesst….rom
Michael, wie? Ganz einfach. Wir Ahlu Sunnah beurteilen die Menschen nicht nach ihren Taten sondern nach ihrer Aqidah. Jemand der glaubt das Mirza Gulam ein Prophet ist der ist eindeutig raus aus dem Islam – da kannst du mir noch so Vergleiche bringen über “Sunniten” dei Alc trinken etc. Die sind Sünder und bleiben dennoch Muslime sofern sie diese Sünden nicht für erlaubt erklären. (Nach Imam Abu Hanifa Raihmullah). Im Islam gibt es kein “ich finde, ich denke” und so weiter, wenn es um die Religion geht. Was heisst hier “keinen Menschen” zusteht. In dem Fall ist es eine PFLICHT. Allah sagt das Sayyid-i Kainat [Sallallahu alayhi wa sallam] der Siegel aller Propheten ist, an deiner Stelle würde ich nicht widersprechen. Uns bleib das gehorchen.
Respekt!