
Angesichts des näherrückenden Datums möchten wir hier auf eine Seite verweisen, die, wie kaum eine andere, mit Sachkenntnis und sorgfältig der Frage nachgeht, wer denn die Täter waren. Sehr wichtig scheinen uns die Beiträge von Andreas von Bülow zu sein – die kommentierten Bilder von WTC, Pentagon und Shanksville, aber auch die Zusammenstellung der Statements von Sachverständigen, wie sie dem deutschen Sprachraum in der Kompaktheit sonst kaum zur Verfügung steht. weiter…
9/11- Wer waren die Täter?
25.08.2007
Als schwere narzisstische Kränkung wird nicht nur die militärische Unterlegenheit gegenüber dem Westen empfunden. Viel schlimmer wirkt sich die intellektuelle und materielle Abhängigkeit aus. In den letzten vierhundert Jahren haben die Araber keine nennenswerte Erfindung hervorgebracht. Rudolph Chimelli zitiert einen irakischen Autor mit dem Satz: “Hätte ein Araber im 18. Jahrhundert die Dampfmaschine erfunden, sie wäre nie gebaut worden.” Kein Historiker wird ihm widersprechen. Alles, worauf das tägliche Leben im Maghreb und im Nahen Osten angewiesen ist, jeder Kühlschrank, jedes Telefon, jede Steckdose, jeder Schraubenzieher, von Erzeugnissen der Hochtechnologie ganz zu schweigen, stellt daher für jeden Araber, der einen Gedanken fassen kann, eine stumme Demütigung dar. Selbst die parasitären Ölstaaten, die von ihrer Grundrente zehren, müssen ihre Technik aus dem Ausland beziehen; ohne westliche Geologen, Bohr- und Verfahrenstechniker, Tankerflotten und Raffinerien wären sie nicht einmal in der Lage, ihre eigenen Ressourcen auszubeuten. Insofern ist selbst ihr Reichtum ein Fluch, der sie ständig an ihre Abhängigkeit erinnert. Ohne die Einnahmen aus dem Rohöl fällt die ökonomische Leistung der gesamten arabischen Welt heute weniger ins Gewicht als die eines einzigen finnischen Telefonkonzerns.
(“Radikale Verlierer” v. Magnus Enzensberger, Spiegel 45/2005, S. 182 ff.)