
Wir haben hier auf Zypern gerade ein unter dem Namen Maybrit Illners mit der Integrationsbeauftragten Frau Böhmer im Vorfeld des Integrationsgipfels fernmündlich geführtes Gespräch gehört, und wir sind entsetzt.
Wer war dieser Interviewer? – Es war nicht Frau Illners Stimme, sondern die Stimme eines Mannes. Er hat in mehreren Anläufen suggestiv versucht, Immigranten als solche in unmittelbare Nähe zum Terrorismus zu bringen – es sei ja, so der Wortlaut »bei solchen Menschen die Verbindung zum Terrorismus gegeben« -, was der Sache nach völlig abwegig ist und von Frau Blömer auch in wunderbarer Nüchternheit abgewiesen wurde.
Immigranten eis ipsis der Verbindung zum Terrorismus zu bezichtigen, ist üble Nachrede und mit Blick auf den Integrationsgipfel ein Versuch der Brunnenvergiftung.
Es sollte bekannt werden, wer unter illners Namen einen solchen Irrsinn zu verbreiten versuchte. Und das ZDF sollte diesen Haßprediger abmahnen. Frau Illner selbst – wir schätzen Sie als gewitzte Interviewerin -, sollte klarmachen, daß sie dieses unter Ihrem Namen geführte Interview nicht verantworten will.
Die Sendung am heutigen Donnerstag, 12.07.2007 setzt dem ganzen noch die Krone auf. Jetzt hat auch Frau Maybrit Illner bewiesen, daß sie in die Rechtskonservative Ecke gehört.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie die deutschen Rechtskonservativen ihre Unwissenheit und ihre Christianisierung offen zur Schau stellen.
Die CDU ist gefährlicher als jeder Terrorist, der den Islam politisiert. Die CDU ist der eigentliche Grund, warum die Integration in Deutschland nicht stattfindet.
Ich bin als Deutscher in Berlin mitten im tiefsten Schöneberg (fast) nur unter türkischstämmigen Deutschen aufgewachsen, hatte meine normalen pubertären Probleme und lebe heute noch, sehr zufrieden und in bester Nachbarschaft mit meinen türkiscchstämmigen Deutschen Tür an Tür.
Und die einzigen, die versucht haben mich vor meiner Haustür zu einem Glauben zu bekehren, waren die Zeugen Jehovas. Und das sind Kreuzträger. Auch ist mir niemals als ein Nichtgläubiger der Handschlag, die Begrüßung und das Willkommenheißen verwehrt worden. Und daß in einem überwiegend orientalisch geprägten Viertel.
Ich muss mich schämen für viele unwissende Deutsche, muss aber auch hinzufügen, daß ich auch mitten in Berlin aufgewachsen bin. Was tun?
Auf jedenfall mobilisieren! Nicht nachgeben und sich nicht diskriminieren lassen. Denn daß hätte auch zur Folge, daß man später mit Recht sagen kann, wir haben unseren Platz in d4er Gesellschaft erkämpft. Auch so kann Integrierung und Heimatverbundenheit entstehen.
Ich wünsche meinen türkischen und muslimischen Freunden als Deutscher das Beste. Egal wo. Lasst uns gemeinsam auch diese Hürde überwinden.
MfG
SalvatoreG
SuphanAllah, für dich ist das ein großer Glücksfall, lieber SalvatoreG, daß du eine Umar vorfindest, die offenbar gesund ist.
Wenn man sich die Klientel anschaut, die bei den Anti-Moschee-Demos so mitläuft, ist es doch sehr erstaunlich, wer dort mit wem Schulter an Schulter marschiert. Das sich viele Christen offenbar nichts dabei denken mit alt-/neo- oder quasi Nazis in der gleichen Suppe zu rühren, finde ich enorm besorgnisserregend…
Dann sehe ich gelegentlich Bilder, von Muslima, die wärend der WM letzten Jahres Kopftücher in Schwarz/Rot/Gold getragen haben, und beginne mich zu fragen, wer ist eigentlich in welchem Gedankenkonstrukt integriert…
Lieber Salvatore G!
Ich freue mich sehr über Deinen Beitrag und wünsche Dir das Beste.
Herzlich,
Salim
Werter Herr Salvatore G, sie sagen, “Die CDU ist der eigentliche Grund, warum die Integration in Deutschland nicht stattfindet.” Und das in einer Stadt, in der bekanntlicherweise schon seit einigen Jahren, selbst im Jahr als die Mauer fiel, die “Roten” das Sagen haben. Aber ich will mich nicht an Spitzfindigkeiten hochziehen, welche Parteien waren damals am Drücker als die ersten Gastarbeiter kamen? Warum wurde damals nicht schon vorgedacht, gegen eine, aus damaliger Sicht, mögliche Ghettoisierung? Es nur der CDU in die Schuhe zu schieben, ist genauso wie zu sagen alle Immigranten wären verdächtig. Das ist mir zu eindimensional! Ob nun die Frau Illner in die rechtskonservative Ecke gehört vermag ich nicht zu sagen, da fehlen mir die Details, allerdings wenn ich an den Sender denke, da seh ich “schwarz”, wenn sie verstehen. Und wie heißt es doch so schön, “Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.” Zur Integration nochmal, die Tage kam ein sehr interessantes Interview mit Navid Kermani, einem iranstämmigen (<sagt man das so?!) Schriftsteller auf 3Sat. Er sagte, daß die “Integration”, auch wenn sie nicht geplant oder vorgesehen war und sogar ohne echtes Konzept anlief, im Vergleich zu anderen Ländern doch ziemlich unaufgeregt, ja geradezu harmlos ablief, sofern solche Prozesse jemals abgeschlossen werden können. Was man widerum als Beweis sehen kann, daß die Menschen selbst, zur Integration keine Politiker und deren Fehleinschätzungen brauchen, sondern es eben auch sehr gut allein hinbekommen, wenn sie denn wollen. MfG P.S.Alle Verallgemeinerungen sind gefährlich. Auch diese!
An den Blogbetreiber: mit der Uhr stimmt was nicht! Ich habe an den Zeilen keine 2 Stunden geschrieben, so verkalkt bin ich noch nicht! Dem sollte mal nachgegangen werden! Viel Erfolg.