Dämonkratie - niemand entscheidet

14.06.2007 von Salim Spohr

Soeren Onez veranstaltet einen politischen Blog-Karneval zu der Frage “Politikverdrossenheit in Deutschland. Wohin führt uns die Parteiendemokratie?” Ich lade hier dazu ein, sich daran zu beteiligen. Hier mein eigener Beitrag dazu.

Es wird im folgenden gezeigt, daß Politikverdrossenheit in Deutschland nicht nur keine Fehlleistung, sondern der schöne Ausdruck einer, wenn auch vielleicht nur intuitiv gespürten grundrichtigen Einsicht ist, daß nämlich das Willensbildungssystem, das wir unter dem Namen einer “parlamentarischen Demokratie” kennen und fürchten gelernt haben, nicht irgendwelcher aktueller Bedingungen wegen, die man verändern könnte, sondern aus sich selbst, aus seiner inneren sachlich-systematischen Verfaßtheit, heraus als ein Grundfehler, ja als einer der schrecklichsten Irrtümer des Abendlandes verstanden und in wenigen Schritten wie folgt beschrieben werden kann.

Die erste Frage lautet: “Wer ist in diesem System wirklich verantwortlich?” Das ist die Grundfrage, die funktionale Antwort lautet:

“Verantwortlich ist der, der entscheidet.” – Deshalb die zweite Frage:

“Und wer entscheidet?”

Legen wir einmal eine Lupe auf das Prozedere der “Entscheidung”, werden wir völlig überrascht feststellen, daß in demokratischem Prozedere tatsächlich niemand entscheidet, niemand wirklich die Entscheidung trifft und daß deshalb auch niemand verantwortlich ist. Überraschend ist das deshalb, weil wir doch gelernt haben, daß im demokratischen Prozedere wir alle mit entscheiden. Näher besehen, ist diese Mit-Entscheidung eine schöne Täuschung. Das demokratische Verfahren ist die Abstimmung, sie ist das Herz des ganzen Systems. Die Frage lautet also:

“Wer entscheidet bei der Abstimmung?”

Die klassische Antwort: “Jeder, der an der Abstimmung teilnimmt.” Das ist, allgemein gesprochen, zwar richtig, doch muß man noch genauer fragen: “Worüber bestimmt denn jeder, der an einer Abstimmung teilnimmt?” oder “Was genau ist es denn, was er entscheidet?” Die Antwort lautet:

“Jeder, der an einer Abstimmung teilnimmt, bestimmt darüber, wem er die Stimme gibt.” Genau das ist es, was jeder entscheidet.

Aha, das ist wirklich interessant. Im demokratischen Verfahren der Abstimmung entscheidet jeder daran Teilnehmende nur über den Gebrauch seiner Stimme, d. i., wem er die Stimme gibt. Die entscheidende Frage nun:

“Und wer entscheidet die zur Abstimmung stehende Sache?” – Bitte vergessen wir nicht: Die zur Abstimmung stehende Sache ist ja das, worum es geht. Wer entscheidet sie? So überraschend es uns auch erscheint, die klare unvermeidbare Antwort lautet.

“Niemand.”

Niemand entscheidet in einer Abstimmung die zur Abstimmung stehende Sache selbst. Jeder, der teilnimmt, entscheidet nur, wem er die Stimme gibt, für was er stimmt, mehr nicht. Die zur Abstimmung stehende Sache selbst aber bleibt gänzlich unentschieden. Das bedeutet, daß das System der parlamentarischen Demokratie einen strukturellen Mangel hat: Dort, wo wirklich entschieden werden müßte, klafft ein riesengroßes schwarzes Loch. Und durch dieses Loch krabbeln Ratten, Skorpione und Lobbyisten. Das ganze System, das auf dem Verfahren der Abstimmung ruht, ist unvernünftig und ehrlos, geradezu kriminell. Das so hochgelobte Verfahren der Demokratie wird hier als das erkennbar, was es ist, als die Herrschaft eines großen schwarzen Lochs. Dämonkratie! – Der Einwand lautet:

“Aber, aber, es hat doch bei einer Abstimmung die Mehrheit entschieden.”

Da fragt sich: “Die Mehrheit”? – was ist denn das? Die Mehrheit ist eine bloße Metapher. Sie ist kein wirkliches Subjekt und kann nicht Träger einer Entscheidung sein und Verantwortung tragen. Das Ergebnis einer Abstimmung kann nicht “Entscheidung” genannt werden, da es nur das Produkt einer mathematischen Operation ist, der Rechenschieber keinerlei Verantwortung trägt. Entscheiden kann nur ein wirkliches Subjekt, und zwar immer nur ein einziger, nämlich der, der, wenn er sagt, “es soll A gelten”, damit bestimmt, daß A gilt, der, wenn er aber “B” sagt, damit bestimmt, daß anstelle von A nun B gilt. Nur jemand, der über beide Möglichkeiten abwägend verfügt, von dem kann man sagen, er entscheidet. Wenn er im Modus der Abwägung beider Möglichkeiten über die Verwirklichung eines der beiden durch Willensakt verfügen kann und wirklich verfügt, dann macht er tatsächlich das, was man „eine Entscheidung treffen“ nennt. Und er ist auch verantwortlich. Ihm gegenüber trägt jemand, der bloß an einer Abstimmung teilnimmt und nur für das eine oder das andere „stimmen“ kann, für das Ergebnis der Abstimmung keinerlei Verantwortung.

Ahnen wir hier, welche Abgründe sich da auftun? Niemand trägt gemäß demokratischem Verfahren, „Abstimmung“ genannt, Verantwortung. Und dies gilt überraschenderweise sogar für den Fall, daß am Ende haargenau das als Ergebnis herauskommt, für das er gestimmt hatte. Auch in diesem Fall ist er – man glaubt es kaum – nicht verantwortlich. – [Wer einen Exkurs zur Überprüfung dieses Gedankens unternehmen möchte, kann ja einmal der Frage nachgehen, wer der 502 Richter, deren Abstimmung dazu geführt hat, daß einst Sokrates den Giftbecher hatte trinken müssen, denn die Verantwortung trägt. (x) Die 220 Richter, die dagegen gestimmt hatten? (y) Die 281 Richter, die dafür gestimmt hatten? oder: (z) Niemand von ihnen?]

So überraschend es auch auf den ersten Blick erscheint: Legt man einmal eine Lupe vor das Herzstück demokratischen Prozederes, die Abstimmung, so findet sich, daß in diesem System gar nicht entschieden wird. Und weil das so ist, trägt auch niemand Verantwortung. Auch die, die für etwas stimmen, das sich dann als fehlerhaft, gefährlich oder schadenstiftend erweist, sind für die Entstehung des Schadens nicht verantwortlich, weil sie es nicht entschieden, sondern nur dafür gestimmt haben.

Weil in der Demokratie, so sie sich an ihre eigenen Spielregeln hält, in dezidiertem Sinne niemand verantwortlich ist, ist es ein ehrloses und Ehrlosigkeit förderndes System, eine Einladung zu Korruption und Lobbyistentum. Hatten griechische Philosophen die Demokratie als die beste der schlechten Verfassungen bezeichnet, so zeigt sich nun angesichts des entscheidungsblinden Flecks im Herzen des Systems, daß sie keineswegs die beste der schlechten, sondern die in dezidiertem Sinne nurmehr am besten schlechte ist; eine Verfassung, die auf so verfeinert raffinierte Art schlecht ist, daß ein nach ihren Prinzipien organisierter Staat jede Art von Korruption und Ehrlosigkeit befördert, die wirklichen Probleme aber ungelöst läßt und den Charakter der Menschen verdirbt. Und dies muß, wenn es denn mit rechten Dingen zugeht, früher oder später zu dem führen, was man “Politikverdrossenheit” nennt.

Ergebnis: Politikverdrossenheit hat hier und heute einen guten Sinn – quod erat demonstrandum -, weil das geltende System der parlamentarischen Demokratie selbst ein verderbtes System ist, in dem niemand Verantwortung trägt. Deshalb ein “Bravo!” allen Politikverdrossenen. Sie haben die Sache, wenn auch vielleicht zunächst nur intuitiv, sauber durchschaut!

Die schöne fortführende Anschlußfrage würde lauten: Wie müßte denn ein System beschaffen sein, in dem wirklich entschieden, in dem wirklich Verantwortung getragen wird, ein System, das schön und ehrenvoll ist, den guten Charakter der Teilhaber an ihm befördert? Dies wäre die Frage für den nächsten Blog-Karneval Politik. Eine Antwort hätte ich ja schon. ;-).

__

Siehe auch: Entscheidung, der blinde Fleck im demokratischen System

und: Warum wir den König lieben – Ein familieninternes Streitgespräch über die schönste Verfassung und den König in jedem Mann

Kommentare

  1. StephanJune 15, 2007 @ 01:02 PM
    Die URL am Ende des Textes funktioniert nicht bzw. führt nur zum Artikelanfang. Das Ziel der URL ist somit fehlerhaft.
  2. Salim SpohrJune 16, 2007 @ 01:09 AM
    Das ist alles? - Das ist dein Kommentar zum obigen Artikel, daß da ein Link unpraktisch bzw. überflüssig ist? - Angesichts dessen, daß im obigen Artikel eine hochbrisante und meines Wissens auch gänzlich neue Idee zum Verständnis des Willenbildungssystems vorgetragen wird, in dem wir heute leben, empfinde ich diesen Kommentar zum Link als herbe Enttäuschung.
  3. JungheldJune 16, 2007 @ 05:40 PM
    1) Du schreibst das Abgestimmt aber nicht entschieden wird. Das stimmt. Aber derjenige, für den gestimmte wurde, also der gewählte Staatsführer, entscheidet. 2) Es kommt auf die Auffassung von dem jeweiligen Demokratieverständnis an, ob nicht auch der Minderheitenschutz als Teil der Demokratie angesehen wird.
  4. Nour ImanJune 17, 2007 @ 07:01 PM
    Hallo Jungheld, was du unter Punkt 1 schreibst, entspricht aber gerade nicht dem oben skiziierten Bild der parlamentarischen Demokratie. Tatsächlich eröffnet dieser Punkt einen möglichen Ausweg aus dem beschriebenen Dilemma: ein demokratisch gewählter Führer, der allein entscheidet. Daß dies natürlich auch mit Nachteilen verbunden ist, beweist nicht nur die Geschichte sondern auch die Gegenwart, wenn man sich das Beispiel Bushs ansieht. (Klar, der darf zwar auch nicht alles, aber immerhin fast.) Als Konsequenz müsste imo nach der jeweiligen Amtszeit ein Art Scherbengericht stattfinden, bei dem der Präsident entsprechend seiner Handlungen beurteilt wird.
  5. OmarJune 21, 2007 @ 01:10 AM
    Salam. Ich muss der Hauptaussage bereits widersprechen: Es ist nicht derjenige verantwortlich, der "entscheidet". Verantwortlich sind vielmehr, alle die, die die Entscheidung hätten ändern können, es aber nicht getan haben (ich gehe einfach vom worst-case aus, dass die Entscheidung 'falsch' war). Wer das ist? Naja, das sind alle diejenigen, die wählen können, die demonstrieren können, etc.pp.. Im Übrigen wird natürlich nicht bei den allgemeinen Wahlen über die Sachfragen entschieden, aber das heisst nicht, dass über diese nie entschieden wird! Und natürlich kann man (mindestens in der Theorie) den jeweiligen Abgeordneten für die abgegebene Stimme zur Rechenschaft ziehen. Die Beweisführung ist hier fehlerhaft. Auch hat das wiederum nicht mit direkten Verantwortung zu tun, denn gewählt und entschieden wird nur über die Gesetze, die Durchführung dieser Gesetze obliegt der Exekutiven und ein Fehlverhalten kann im Allgemeinen an Personen, Institutionen usw. festgemacht werden. Ob sie zur Rechenschaft gezogen werden, ist eine andere Geschichte.. Zum Schluss ist natürlich ganz im Gegenteil das Wegbleiben von Wahlen eben genauso verantwortungsbewusst wie das Anhalten der Luft bei kleinen Kindern.
  6. Will FriedJune 24, 2007 @ 03:15 PM
    Hallo Salim, meine Überzeugung zu dieser Thematik und Deiner darin liegenden Frage lautet folgendermaßen: das was in erster Linie die französische und die russische Revolutionsidee den Völkern nach und nach auf unrechtmäßiger Weise genommen hat, sollte den Völkern wieder zurückgegeben werden. Das ist die Monarchie! Es mag heute vielleicht jeder darüber lachen. Jedes Kind aber weiß noch was ein König ist. Aber erklär ihm mal was ein Kanzler, eine Kanzlerin ist, ein Präsident (den wir ja auch noch haben) oder ein Ministerpräsident, eine Partei, viele Parteien, Demokratie, Wahl, Parlament, Bundestag, Bundesrat,... Viele Erwachsene tun sich da schon schwer mit. Dann erklär ihm auch warum wir in paar Jahren wieder einen anderen Kanzler oder eine andere Kanzlerin haben werden. Dass sie alle austauschbar sind. Ein Kind weiß intuitiv: einmal König, immer König. Warum haben wir denn noch Schein-Könige und Schein-Königinnen in Europa? Auch wenn Sie entmachtet sind hat man Ihren Titel nicht gänzlich entmachten können. Ein König ist eine archaische Gestalt, das geht soweit dass wir einen fähigen Fußballtrainer zu einem Kaiser erheben. Einen guten Schützen zum König,... Diese archetypische Gestalt wird man zumindest in den Köpfen und dem Herzen der Menschen niemals nehmen können. Es gehört zum Menschsein dazu. Ein wahrer König trägt die Verantwortung für sein gesamtes Volk und er weiß, dass ER den Kopf für seine Entscheidungen herhalten muss. Da ist niemand hinter dem er sich verstecken könnte, und er möchte seinem Sohn kein Desaster hinterlassen. Ein weiser König weiß einen Rat der Weisen hinter sich, denen er Gehör schenkt. Dieses System das wir jetzt haben, wird sich im Laufe der Zeit totstrampeln. Die Monarchie halte ich -zumindest in unseren Landen- für die einzig vernünftige Lösung, allerdings erst nach dem totalen Zusammenbruch des kapitalistischen Demokratiesystems, von dem ich meine dass er kommen wird und kommen muss. Die Menschen werden dann automatisch nach echten Verantwortungsträgern suchen und nicht mehr nach irgendwelchen Quasselköpfen mit Milchgesichtern und Möchtegernmachthabern. Auf keinen Fall ist die Zeit jetzt dafür reif. Der Ruf danach reift aber schon jetzt.
  7. BertholdJune 25, 2007 @ 10:53 AM
    @ Will Fried und Salim Mal ein paar Fragen an dich Will Fried und Salim: 1. Wenn es soweit ist, wer entscheidet dann wer der neue König wird? 2. Wann hat jemals in der Geschichte ein König die Konsequenzen seiner Entscheidung in vollem Umfang tragen müssen? 3. Wenn ein König einen Milliarden-Schaden, durch seine falschen Entscheidungen, angerichtet hat, wie willst du diesen einen Menschen dann für diese falschen Entscheidungen verantwortlich machen? Soll er den Schaden die nächsten 3000 Jahre abarbeiten? Du schreibst: "Ein wahrer König trägt die Verantwortung für sein gesamtes Volk und er weiß, dass ER den Kopf für seine Entscheidungen herhalten muss. Da ist niemand hinter dem er sich verstecken könnte, und er möchte seinem Sohn kein Desaster hinterlassen." Es gibt, so denke ich, viele Beispiele in der Geschichte, bei denen der König in Saus und Braus gelebt hat, während das Volk gehungert hat. Die Könige hatten meistens eine mächtige Armee, hinter der sie sich versteckt haben. (So sehe zumindest ich die Geschichte der Monarchie) 4. Kannst du mir Beispiele aus der Geschichte nennen, in denen ein König sich nicht hinter einer mächtigen Armee verstecken konnte? 5. Ein guter König mag eine tolle Sache sein, aber wer schützt das Volk vor einem schlechten König? Würde mich freuen, wenn mir jemand diese Fragen beantworten könnte. shcöne Grüße Berthold
  8. Will FriedJune 26, 2007 @ 09:28 PM
    Hallo Berthold, aus Zeitgründen versuche ich zunächst mal nur auf Deine erste Frage eine Antwort zu finden. Wie gesagt, spreche ich von einer neuen Zeit. Von einer Zeit danach. Weiß Gott wann sie sein wird. Es wird sicher kein Herrscher (König oder Kaiser) sein der sich selbst als solcher ausruft und sich selbst krönt. Wenn es einen solchen geben sollte, dann gewiss von Gottes Gnaden. Wenn es Gottes Wille ist, wird sich der Rest schon erübrigen. Wie auch immer die Ernennung eines Königs aussehen mag, sie wird meines Erachtens anders sein als wir uns das heute vorstellen können. Entscheidend ist, dass er Qualitäten mitbringt die ihm zu einem weisen und gerechten Herrscher auszeichnen. Die da sind: Gottesglaube, Verantwortungsbewusstsein, Ehre, Demut, Bescheidenheit, Weisheit, Treue, Offenheit, Toleranz, Ehrlichkeit, Volksnähe und so weiter. Also alles Tugenden die wir heute bei unseren Herrschern mit dem Mikroskop suchen müssen, geschweige denn alle in einer Person vereint. Solche Herrscher gab es aber in der Geschichte immer wieder. Dazu müsste erst einmal das Volk soweit sein. Sagt man denn nicht, dass die Herrscher eines Volkes auch immer der Spiegel des Volkes sind? Auch Dir schöne Grüße Wilfried
  9. HamzaJune 27, 2007 @ 12:39 PM
    Salam, das eine gewählte Legislative auf den Rechten der Menschen genauso leicht herrumtrampeln kann wie ein absoluter Monarch dürfte sich, nicht erst seit Georg Bush`s auftreten, herrumgesprochen haben. Bedeutet das nun, das die Demokratie gescheitert ist? Ja und Nein. Ja, weil der Prozess der Wahl in seinem Fall selbst von den Gutgläubigsten bestenfalls als grenzwertig eingestuft werden muß. Nein, weil die Welt ihn in absehbarer Zeit wieder los sein wird. Das eigentliche Problem bei der Abstimmung ist doch, daß die Wählenden nicht das Thema der Wahl bestimmen können (oder wie hier in Deutschland nicht dürfen), sondern diejenigen die im Namen der Wählenden abstimmen sich die Themen der Abstimmung selber aussuchen, und dabei lediglich ihren eigenen Ereignishorizont erfassen. Daher ist auch der Effekt zu beobachten, das Politiker die zur Wahl stehen immer eine Theaterreife Show abziehen, um Menschen einzutrichtern sie seien einer von ihnen, der sogenannte Mann aus dem Volk. Die Wahl die der Mensch mit normalen Altagsproblemen dann hat ist, ob er nun mit Knüppel oder doch lieber mit Keule geprügelt wird, weil derjenige der entschieden hat die Schmerzen nicht spürt. Ich halte die Einschätzung das Niemand entscheidet für Falsch, den dann gäbe es keine Entscheidung. Das Problem der Demokratie ist, das unser König nun nicht mehr auf dem Thron sitzt, für alle sichtbar, sondern so tut als wäre er einer von uns. Je weniger Möglichkeiten gegeben sind Entscheidungen heimlich ung still zu treffen, umso erfolgreicher ist eine Demokratie.
  10. HamzaJuly 03, 2007 @ 01:19 PM
    Re: Put-in "Eure Muster erscheinen immer wider, so das ein konstruktiver Diskurs kaum möglich ist." Schon wieder erwischt! Put-in du kritisierst deine eigene Methode... Wer diskutieren will, braucht erstmal eine Meinung. Persönliche-,ebenso wie die allgemeine Diffarmierung von Menschen ist keine Meinung. Übrigens, richterliche Urteile anzuzweifeln ist nicht nur gutes Recht (ganze Heerscharen von Anwälten leben davon), sondern auch notwendig um einen Konsens zu erreichen, mit dem alle leben können. Auch du.
  11. Salim SpohrJuly 04, 2007 @ 12:58 PM
    Grafik

    Hamza, es gibt ein klares Zeichen, dafür, daß solche Leute wie Put-in zu einer sachbezogenen Diskussion gar nicht fähig sind. Dieses Zeichen besteht schlicht darin, daß sie kein Wort zur Sache sprechen, sondern nur übel über Personen herziehen. - Ich habe hier eine interessante Sache vorgestellt, aber solche Naturen wie dieser Put-in verstehen so etwas nicht. Sie sind wie die Waschweiber, die nicht eher glücklich sind, als bis sie die ganze Nachbarschaft durchgehechelt haben. Und dann von "konstruktivem Diskurs" zu schwafeln, nee, nee ... - Wo kommen solche Leute her? - Was wollen die überhaupt? - Einen Beitrag zur Sache wollen sie bestimmt nicht bringen. - Troublemakers?
  12. ibiJuly 07, 2007 @ 05:01 PM
    Es ist doch so: Um einen produktiven Diskurs führen zu können, muß man einen gewissen Konsens vertreten, einen Boden, auf dem man gemeinsam steht, von da aus für jeden Beteiligten u.U. neue Erkenntnisse wachsen können. Wenn dies nicht gegeben ist, nützt das Diskutieren nicht. Wer hier nur destruktiv stänkert, sollte in Zukunft lieber Schweigen und sich andere Orte suchen, an denen er mehr Konsens findet.